Tag des deutschen Familienunternehmens 2015

Tag des deutschen Familienunternehmens 2015

Mit seiner globalen Perspektive spiegelte der Tag des Familienunternehmens 2015 den Alltag vieler Familienunternehmer wieder. Das Programm schlug einen weiten Bogen, wie Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Brun-Hagen Hennerkes, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Familienunternehmen, in seinen Begrüßungsworten beschrieb: „Gestern Indien, heute die Bundeskanzlerin sowie anschließend ein ehemaliger und dann ein amtierender Präsident aus Europa und morgen zum Abschluss China.“ Rund 400 Gesellschafter großer Familienunternehmen waren zum Tag des Familienunternehmens nach Belin gekommen..

Einen Schwerpunkt seiner Rede legte Hennerkes auf die zunehmende Entfremdung von Politik und Wirtschaft, aus seiner Sicht „eine existentielle Bedrohung unserer Demokratie und sozialen Marktwirtschaft“. Der Aspekt der Haftung für die eigenen Entscheidungen unterscheide Politik und Familienunternehmen. „Freiheit und Verantwortung müssen stets auch die Grundlage demokratischer Entscheidungen sein“, forderte er.


Stiftung Familienunternehmen | Tag des deutschen Familienunternehmens 2015 - Dr. Angela Merkel zu Gast beim Tag des deutschen Familienunternehmens

Bereits zum fünften Mal war Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel zu Gast beim Tag des deutschen Familienunternehmens. Sie unterstrich, wie wichtig ihr der direkte Austausch mit den Familienunternehmen, dem „Kern der Wirtschaft“, sei.

Merkel sprach über Digitalisierung, Freihandel und geopolitische Konflikte. Auch zur geplanten Erbschaftsteuerreform äußerte sich die Kanzlerin und bestätigte, dass sich die Verschonungsregelung bei der Erbschaftsteuer bewährt habe. Auf Grund der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts komme nun die Bedürfnisprüfung hinzu, die sich die Politik nicht ausgedacht habe.

Das Bundespresseamt hat die Rede von Angela Merkel auf seiner Internetseite zusammengefasst unter dem Titel  Merkel bei der Stiftung Familienunternehmen. Zu Gast beim Kern der Wirtschaft“. Der Hauptstadtbrief hat ebenfalls eine gekürzte Redefassung veröffentlicht:  Die Zukunft ist digital und global – dafür müssen wir uns fit machen.“


Stiftung Familienunternehmen | Tag des deutschen Familienunternehmens 2015 - Der ehemalige französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy

Der ehemalige französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy bekannte sich in seinem Vortrag zu einem stärker integrierten Europa, warnte jedoch davor, dass sich Europa derzeit mit „kafkaesken Regulierungen“ selbst lähme. Europa benötige mehr Führung, gerade in so wichtigen Fragen wie dem Zustrom von Flüchtlingen. Das Magazin „Cicero“ hat im Zusammenhang über den „Allzuständigkeitswahn der EU“ u.a. die Rede Sarkozys auf dem „Tag des Familienunternehmens“ ausführlich zitiert:  Europa ist unregierbar geworden.“

 

Stiftung Familienunternehmen | Tag des deutschen Familienunternehmens 2015 - Der ehemalige französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy

Bevor Sarkozy zu den versammelten Gästen sprach, tauschte er sich mit einigen Familienunternehmern aus, die in Frankreich engagiert sind.


Stiftung Familienunternehmen | Tag des deutschen Familienunternehmens 2015 - Podiumsdiskussion zum aktuellen Stand der Erbschaftsteuerreform

Bei der Podiumsdiskussion zum aktuellen Stand der Erbschaftsteuerreform nahmen (v.l.n.r.) die Fraktionsvorsitzenden von CDU/CSU und Grünen, Volker Kauder und Katrin Göring-Eckhardt, sowie der Vizefraktionschef der SPD, Carsten Schneider, teil. Stiftungsvorstand Prof. Rainer Kirchdörfer (r.), der die Diskussion leitete, empfahl dem juristischen Prinzip der Güterabwägung zu folgen. Angesichts der Steuereinnahmen sei abzuwägen, welche Chancen und Risiken mit einer Verschärfung der Erbschaftsteuer einhergingen.

Zahlreiche Familienunternehmer meldeten sich zu Wort, um ihre konkrete Betroffenheit durch die Reform zu schildern.

 

Stiftung Familienunternehmen | Tag des deutschen Familienunternehmens 2015 - Podiumsdiskussion zum aktuellen Stand der Erbschaftsteuerreform

Unter dem Titel   Die wachsende Kluft“ schilderte das Handelsblatt, wie die Pläne für die Erbschaftsteuer einen Keil zwischen Politik und Familienunternehmer treiben.


Stiftung Familienunternehmen | Tag des deutschen Familienunternehmens 2015 - Bulgariens Staatsoberhaupt Rosen Plevneliev

Bulgariens Staatsoberhaupt Rosen Plevneliev (Mitte) warb vor den deutschen Familienunternehmen nicht nur mit Zahlen und Fakten, sondern stellte prägnant die Vorzüge seines Heimatlandes heraus. Die „Stuttgarter Nachrichten“, die den bulgarischen Staatspräsidenten zum „Tag des deutschen Familienunternehmens“ interviewten, attestierten knapp: „Besser kann man Standortwerbung kaum machen.“


Stiftung Familienunternehmen | Tag des deutschen Familienunternehmens 2015 - Dr. Mathias Döpfner und Dr. Dieter Zetsche

Digitalisierung und „Industrie 4.0“ standen im Mittepunkt der Vorträge zweier großer Industrielenker, die zu den Gastrednern der diesjährigen Veranstaltung gehörten und die Auswirkungen und Chancen für ihr Unternehmen darstellten: Dr. Mathias Döpfner. Der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer SE, und Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG.


Stiftung Familienunternehmen | Tag des deutschen Familienunternehmens 2015 - Chinas Botschafter Shi Mingde

Chinas Botschafter in Deutschland Shi Mingde erläuterte die großen Linien des gegenwärtigen Strukturwandels in China. Die Zeit des zweistelligen Wirtschaftswachstums sei vorbei, die „neue Normalität“ bedeute, dass es sich bei rund 7 Prozent einpendle. Insgesamt verschiebe sich der Schwerpunkt weg vom Exportmodell hin zu einer stärker am Binnenkonsum orientierten Volkswirtschaft.


Stiftung Familienunternehmen | Tag des deutschen Familienunternehmens 2015 - Indische Botschaft in Berlin

Gastgeber für das traditionelle Vorabendtreffen war die Indische Botschaft in Berlin. Es handele sich bei der Zusammenkunft um die größte deutsch-indische Veranstaltung seit der Hannover Messe im Frühjahr, bei der Indien Partnerland gewesen sei, betonte Vijay K. Gokhale, Botschafter der Republik Indien.


Fotos: Werner Schuering

Heike Esmann

Heike Esmann

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