Tag des deutschen Familienunternehmens 2016

Mehr als 400 Gäste, vorwiegend Gesellschafter großer Familienunternehmen, folgten der Einladung der Stiftung zum „Tag des deutschen Familienunternehmens“, der vom 9. bis 11. Juni in Berlin stattfand.

Die gefährlichen Krisenlagen, die im Umfeld Europas entstanden sind und den Alltag der global aufgestellten Familienunternehmen beeinflussen, haben das diesjährige Treffen geprägt. Viel diskutierte Themen waren zum Beispiel das Auseinanderdriften der Mitglieder in der Europäischen Union oder die Entwicklung in Russland.


Stiftung Familienunternehmen | Tag des deutschen Familienunternehmens 2016 - Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Brun-Hagen Hennerkes

Mit dem Verweis auf die „beispiellose wirtschaftliche Dynamik“ der großen Familienunternehmen, führte der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Familienunternehmen, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Brun-Hagen Hennerkes, in den Tag ein. Von 2003 bis 2013 hätten die 500 größten Familienunternehmen ihre weltweiten Umsätze um mehr als die Hälfte auf gut eine Billion Euro gesteigert. Das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands sei dagegen nicht einmal halb so schnell im gleichen Zeitraum gewachsen. „Auf unserer Bühne erleben wir viel Jammern über die Zustände im heutigen Deutschland. Doch bei genauerem Hinsehen erkennen wir, dass es uns trotz weltweiter Krisen gut geht, sehr gut sogar“, resümierte er.


Stiftung Familienunternehmen | Tag des deutschen Familienunternehmens 2016 - Dr. Angela Merkel und Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Brun-Hagen Hennerkes

Zum sechsten Mal sprach Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel auf dem „Tag des deutschen Familienunternehmens“. In diesem Jahr ging sie auf die Bewältigung der Flüchtlingskrise, den drohenden Austritt Großbritanniens aus der EU sowie die Folgen der Konflikte in der Ukraine für die Wirtschaft ein. Zum Abschied bat Prof. Hennerkes die Bundeskanzlerin zu verraten, ob sie bei der nächsten Bundestagswahl wieder als Kanzlerkandidatin antrete? Die Kanzlerin konterte amüsiert: „Eine der großen Tugenden, die Sie im Unternehmerischen ja auch kennen, ist, dass man immer auf den richtigen Zeitpunkt warten muss.“ Und blieb die Antwort schuldig.


Stiftung Familienunternehmen | Tag des deutschen Familienunternehmens 2016 - Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier

Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier präsentierte auf dem „Tag des deutschen Familienunternehmens“ seinen Vorschlag, Russland bei den Sanktionen entgegenzukommen, was große Beachtung in den internationalen Medien fand.


Stiftung Familienunternehmen | Tag des deutschen Familienunternehmens 2016 - Prof. Udo Di Fabio, früherer Bundesverfassungsrichter und wissenschaftlicher Beirat der Stiftung Familienunternehmen

Die Besorgnis über die erstarkenden Fliehkräfte innerhalb der Europäischen Union zogen sich wie ein roter Faden durch das Programm. Prof. Udo Di Fabio, früherer Bundesverfassungsrichter und wissenschaftlicher Beirat der Stiftung Familienunternehmen, zeigte in einer Analyse auf, warum die rechtlichen Konstruktionen Europas an ihren Grenzen angelangt sind. Für die deutschen Familienunternehmen wird es von großer Bedeutung sein, wie diese drängenden Fragen geregelt werden.


Stiftung Familienunternehmen | Tag des deutschen Familienunternehmens 2016 - Podiumsdiskussion Helmut Markwort und Dr. Hubert Burda

Einen besonderen Einblick in ein großes Familienunternehmen gewährte ein Interview von Verleger Dr. Hubert Burda auf dem Podium. Im Gespräch mit seinem langjährigen Wegbegleiter und „Focus“-Herausgeber, Helmut Markwort, erinnerte sich Burda an die Zeit, als er sich auf die Nachfolge im Familienunternehmen vorbereitete. Es gab Konflikte mit dem strengen Vater und den beiden älteren Brüdern. Burda, der die väterliche Firma in Südbaden zu einem Konzern von mehr als 10.000 Mitarbeitern entwickelte, empfand sich selbst als „komischen Vogel“ in der Familie.


Stiftung Familienunternehmen | Tag des deutschen Familienunternehmens 2016 - Jean Asselborn und David Marsh

Die europäische Krise stand im Zentrum der Vorträge von Jean Asselborn (l.), Außen- und Europaminister im Herzogtum Luxemburg, und des Briten David Marsh (r.), Chef der Londoner Denkfabrik „Official Monetary and Financial Forum“. Beide Redner legten zwei völlig unterschiedliche Konzepte vor, wie sie – im Angesicht eines damals noch nur drohenden Brexits – die Akzeptanz für die EU zurückgewinnen wollten. Während Asselborn für eine tiefere Integration der Staatengemeinschaft warb, sah Marsh die Zukunft der EU in der stärkeren Betonung des Subsidiaritätsprinzips.






Heike Esmann

Heike Esmann

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