„Sollen etwa Fonds wie BlackRock das Gewissen der  deutschen Wirtschaft bilden?“
München, 12.03.2013

„Sollen etwa Fonds wie BlackRock das Gewissen der deutschen Wirtschaft bilden?“

Stiftung Familienunternehmen zur geplanten Änderung des Aktiengesetzes

Die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag will noch vor der Sommerpause das Aktiengesetz ändern, damit künftig die Hauptversammlung über die Vergütung von Spitzenmanagern entscheidet. Der Vorstand der Stiftung Familienunternehmen, Prof. Dr. Dr. h.c. Brun-Hagen Hennerkes, erklärt dazu: „Das Ziel, Exzesse bei der Bezahlung von Managern zu verhindern, ist richtig. Der Weg über ein bindendes Votum der Hauptversammlung von Aktiengesellschaften wird aber in der Praxis wenig funktionieren. Der Wirtschaft droht Symbolpolitik, um den Wähler zu beruhigen. Hauptversammlungen der Dax 30-Unternehmen werden in der Regel nicht durch natürliche Personen, sondern durch Anlagefonds, Beteiligungsgeber und internationale Finanzgesellschaften dominiert. Für diese Anleger steht einzig und allein die Rendite im Vordergrund. Warum sollten sie sich über hohe Vorstandsgehälter empören? Die Bezüge der eigenen Manager liegen nicht selten weit darüber.

62 Prozent der Aktien der Dax 30-Konzerne gehören institutionellen Investoren wie Pensions- und Investmentfonds. Das sind dann Anleger wie beispielsweise der US-Vermögensverwalter BlackRock, der sich grundsätzlich zu nichts auf Hauptversammlungen äußert. Sollen etwa Anleger wie BlackRock das Gewissen der deutschen Wirtschaft bilden?

Es führt kein Weg daran vorbei, dass die Aufsichtsräte die Verantwortung für die Höhe der Managergehälter und damit auch ihrer Vermittlung in der Öffentlichkeit ernsthaft wahrnehmen.“
Andre Tauber
Leiter Kommunikation

Stiftung Familienunternehmen
Prinzregentenstraße 50
D-80538 München

Telefon: +49 (0) 89 / 12 76 400 06

E-Mail: tauber(at)familienunternehmen.de
Internet: www.familienunternehmen.de

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