Stiftung Familienunternehmen | Tag des deutschen Familienunternehmens
Berlin, 27.06.2014

Mehr Respekt für die unternehmerische Freiheit Stiftung Familienunternehmen zu EEG-Reform, Mindestlohn und Frauenquote

Die Stiftung Familienunternehmen fordert die große Koalition dazu auf, die unternehmerische Freiheit stärker als bisher zu respektieren. „Das neue Kabinett fühlt sich ermuntert, unbefangener denn je in die Unternehmensführung einzugreifen“, erklärte der Vorstand der Stiftung Familienunternehmen, Prof. Dr. Dr. h.c. Brun-Hagen Hennerkes anlässlich des „Tags des deutschen Familienunternehmens“ in Berlin. Durch Gesetzesvorhaben wie Mindestlohn, Frauenquote oder die Reform des Erneuerbare-Energien- Gesetzes (EEG) schrumpfe der Raum für die eigene Verantwortung des Unternehmers. „Die Bundesregierung vernachlässigt die Wirkung dieser Vorhaben in der Summe“, sagte er.

„Durch die Belastungen des EEG wurden die Unternehmen geradezu gedrängt, in Anlagen der Eigenstromversorgung durch Erneuerbare zu investieren“, erklärte Hennerkes zur Verabschiedung der EEG-Reform durch den Bundestag am heutigen Freitag. Jetzt würden für solche Investitionen neue Hürden aufgebaut. „Auf Subvention folgt die Sanktion, auf Gas die Bremse. Das ist das Schicksal der staatlichen Intervention. Dabei wäre es ureigene unternehmerische Freiheit, selber zu entscheiden, welche Energiequelle gewählt wird“, resümierte er.

„Mit dem Mindestlohn droht der Wirtschaft außerdem der endgültige Einstieg in die politisierte Lohnfindung. Die Bundesregierung überschreitet die rote Linie, die bisher vor der Einmischung in diesen Kernbereich der Tarifparteien geschützt hat“, warnte Hennerkes. Zudem solle die Mindestlohn-Kommission ausgerechnet kurz vor der nächsten Bundestagswahl 2017 erstmals über eine Erhöhung der Lohnuntergrenze beraten.

Auch die Frauenquote tangiere die unternehmerische Freiheit, und zwar in dreifacher Weise: bei der Personalauswahl, bei der Organisation und bei der Finanzierung der Firma. „Das geplante Regelwerk mischt sich tief in die Organisation der Unternehmen ein – angesichts der flachen Hierarchien in Familienunternehmen mit Wirkung bis auf die Abteilungsleiterebene“, kritisierte Hennerkes.

Beim „Tag des deutschen Familienunternehmens“ treffen sich rund 300 Gesellschafter großer Familienunternehmen vom 26. bis 28. Juni in Berlin. Als Gastredner sprechen Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble (CDU) und der amerikanische Botschafter John B. Emerson. Mehrere Podien mit Politikern und Familienunternehmern diskutieren über die Reform der EU, die Entwicklung der Arbeitskosten und die Internationalisierung der Unternehmerfamilie.
 
Andre Tauber
Leiter Kommunikation

Stiftung Familienunternehmen
Prinzregentenstraße 50
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Telefon: +49 (0) 89 / 12 76 400 06

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Internet: www.familienunternehmen.de

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