Stiftung Familienunternehmen | Bekenntnis der Kirche zum Eigentum nötig
Vallendar / München, 06.10.2014

Bekenntnis der Kirche zum Eigentum nötig

Prof. Brun-Hagen Hennerkes, Vorstand der Stiftung Familienunternehmen, hat den Ehrendoktor der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar erhalten. Er forderte die katholische Kirche auf, sich in Zukunft deutlicher als bisher zum Anspruch auf Eigentum zu bekennen.

Die Theologische Fakultät der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar der Pallottiner hat dem Vorstand der Stiftung Familienunternehmen für sein Engagement in der Gesellschaft für Familie und Familienunternehmen die Ehrendoktorwürde verliehen. Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Brun-Hagen Hennerkes warnte in seiner Dankesrede vor „dramatischen Veränderungen“ auf diesen Feldern. Er gehöre jedoch nicht zu denjenigen, die von einem unaufhaltsamen Zerfallsprozess des Instituts der Ehe ausgehen würden. Die übergroße Mehrheit der Deutschen bezeichne die Familie als ihren wichtigsten Lebensinhalt.

Hennerkes kündigte an, dass er sich darum bemühen wolle, Kirche und Familienunternehmen, die sich weit voneinander entfernt hätten, wieder zusammenzuführen. Die Familienunternehmen sollten sich auf ihr geistiges Fundament besinnen, gleichzeitig müsse die Kirche sich ihrer stärker annehmen: „Wie steht es um Fürsorge und Schutz der Kirche für die Interessen der Eigentümer? Diese sehen sich immer mehr als Opfer einer bisweilen ausufernden Kapitalismuskritik“, mahnte der Stiftungsvorstand. Die Kirche sei aufgefordert, „sich unabhängig von ihrem Bekenntnis zur Sozialbindung des Eigentums ebenso deutlich zu dem Anspruch auf Eigentum zu bekennen.“

Stiftung Familienunternehmen - Bekenntnis der Kirche zum Eigentum nötig | Walter Kardinal Kasper Stiftung Familienunternehmen - Bekenntnis der Kirche zum Eigentum nötig | Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD)

Zuvor hatten Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und Walter Kardinal Kasper über Konfliktlösung in Zeiten politischer Krisen diskutiert. Steinmeier beklagte sich, es sei weit gekommen, wenn man als Russland-Versteher beschimpft werde, weil man sich in die Lage der Konfliktparteien Russland und Ukraine versetze: „Ich versuche zu verstehen und habe kein Verständnis“, fasste er seine Haltung gegenüber Russland zusammen. Kasper und er waren sich weitgehend einig, dass die zersplitterten orthodoxen Kirchen derzeit kein Potenzial für eine Entschärfung der Konfrontation besäßen.

Steinmeier berichtete, dass vor drei Wochen der Konflikt fast in kriegerische Auseinandersetzungen eskaliert sei, in deren Folge Russland möglicherweise sein Maximum an Militärpotenzial ausgespielt hätte. Nach einer Prognose für die Situation in fünf Jahren gefragt, sagte er: „Wir werden nicht zufrieden mit dem Zustand der Ukraine sein, aber es wird nicht mehr täglich über Tote berichtet. Die territoriale Einheit des Landes bleibt erhalten.“

Andre Tauber
Leiter Kommunikation

Stiftung Familienunternehmen
Prinzregentenstraße 50
D-80538 München

Telefon: +49 (0) 89 / 12 76 400 06

E-Mail: tauber(at)familienunternehmen.de
Internet: www.familienunternehmen.de


Fotos: © Matti Hillig
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