München, 13.03.2015

Stabilität der Familienunternehmen bedroht / Erbschaftsteuer-Eckpunkte über Parteigrenzen hinweg in der Kritik

Der Vorstand der Stiftung Familienunternehmen, Prof. Rainer Kirchdörfer, erklärte zu den Gesprächen in der Finanzministerkonferenz über die Erbschaftsteuer:

„Es dient der Sache, wenn sich das Bundesfinanzministerium im Konzert mit den Länderfinanzministern mehr Zeit nimmt, um über eine Umsetzung des Urteils zur Erbschaftsteuer zu beraten. Die Eckpunkte des Bundesfinanzministeriums gehen in ihrer jetzigen Form weit über die Forderungen des Bundesverfassungsgerichts hinaus und bedrohen langfristig die Stabilität der Familienunternehmenslandschaft, die Deutschland so erfolgreich gemacht hat. An jedem großen Familienunternehmen, für das die Verschonung des Betriebsvermögens bei der Erbschaftsteuer in Frage gestellt wird, hängen viele kleine als Zulieferer.“

Kirchdörfer kritisierte besonders, dass das Bundesfinanzministerium über die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts hinausschieße, wenn es die Grenze des Übertragungswerts, ab der ein Unternehmen individuell den Bedarf nach erbschaftsteuerlicher Verschonung nachweisen müsse, bei 20 Mio. Euro ansetze. „Das Bundesverfassungsgericht selbst hat in seinem Urteil noch von einem Übertragungswert von 100 Mio. Euro gesprochen. Es fällt auf, dass der Grenzwert von 20 Mio. Euro wie auch weitere Positionen aus dem Eckpunktepapier des Bundesfinanzministeriums über Parteigrenzen hinweg in Frage gestellt werden“, bemerkte er.

Andre Tauber
Leiter Kommunikation

Stiftung Familienunternehmen
Prinzregentenstraße 50
D-80538 München

Telefon: +49 (0) 89 / 12 76 400 06

E-Mail: tauber(at)familienunternehmen.de
Internet: www.familienunternehmen.de

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