Die Entwicklung der Vermögensteuer im internationalen Vergleich

Die Entwicklung der Vermögensteuer im internationalen Vergleich

Welche Auswirkungen hätte eine Vermögensteuer auf deutsche Familienunternehmen? Dieser Frage hat sich das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in der vorliegenden Studie im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen angenommen. „Aus dem Zusammenspiel von Einkommen-, Erbschaft- und Vermögensteuer könnten eine konfiskatorische Belastung und effektive Steuersätze von über 100 Prozent resultieren“, erklärt Studienautor Prof. Christoph Spengel eines der Ergebnisse. „In diesem Fall wird der Vermögensertrag vollständig wegbesteuert und der Rest der Steuerzahlung müsste aus der unternehmerischen Substanz entrichtet werden.“

Deutschland wäre überdies eines von nur drei EU-Ländern mit beiden Substanzsteuerarten: einer Vermögen- und einer Erbschaftsteuer. Beide Steuerarten würden nur Familienunternehmen treffen. Das wäre insbesondere fatal für diejenigen, die auf internationalen Märkten mit anderen Unternehmen konkurrieren müssen, die nicht von derartigen Zusatzsteuern belastet werden.

Die Effektivsteuerbelastung von Unternehmen durch Körperschaft- und Gewerbesteuer ist in Deutschland darüber hinaus seit 2009 um gut zwei Prozent gestiegen. Innerhalb der EU ist sie dagegen um durchschnittlich fünf Prozent zurückgegangen. „Insgesamt fällt Deutschland aufgrund der seit Jahren unveränderten steuerlichen Rahmenbedingungen innerhalb von EU-weiten Steuerbelastungsvergleichen bereits jetzt immer weiter zurück“, warnt Studienautor Spengel.

Über die Studienergebnisse hat unter anderem auch die „Süddeutsche Zeitung“ unter dem Titel „Vermögensteuer als Gift“ berichtet.

 

 zurück

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok
Datenschutzerklärung