Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Familienunternehmen

Seit mehr als einem Jahrzehnt lässt die Stiftung Familienunternehmen regelmäßig die volkswirtschaftliche Bedeutung der deutschen Familienunternehmen durch das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und das Institut für Mittelstandsforschung (ifm) in Mannheim untersuchen.

Die Studie analysiert die Familienunternehmen auf zwei Ebenen:

  • Die Familienunternehmen und ihre volkswirtschaftliche Bedeutung in Deutschland
  • Die Dynamik der größten 500 Familienunternehmen im Vergleich zu den nicht-familiengeführten DAX-Unternehmen

Familienunternehmen sind die prägende Unternehmensform in der Deutschland: Alle Familienunternehmen zusammengenommen halten einen Anteil von 91 Prozent an den privatwirtschaftlichen Unternehmen hierzulande. 57 Prozent der Beschäftigten in Deutschland arbeiten in familienkontrollierten Unternehmen und erwirtschaften etwa 55 Prozent des Gesamtumsatzes. Ein deutsches Spezifikum ist der mit 45 Prozent hohe Anteil der Familienunternehmen an den Großunternehmen mit 50 Millionen Euro Umsatz und mehr.

Insbesondere die großen Familienunternehmen sind ein volkswirtschaftlicher Stabilitätsanker. Während die Gesamtzahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer Deutschlands in den Jahren von 2006 bis 2014 um 14 Prozent anwuchs, konnten die 500 größten Familienunternehmen diese Entwicklung deutlich übertreffen. Ihnen gelang es im gleichen Zeitraum, ihre Beschäftigungszahlen um 19 Prozent (auf 3,17 Mio. Beschäftigte) anzuheben. Die 27 nicht-familienkontrollierten DAX-Unternehmen erreichten im gleichen Zeitraum lediglich eine Steigerung von zwei Prozent.

Unter der Überschrift „19 Prozent mehr Arbeitsplätze bei großen Familienunternehmen“ sind in der Presseinformation der Stiftung die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst.

In den Medien wurde vor allem der Beitrag der größten Familienunternehmen hervorgehoben.

So titelt beispielsweise das Nachrichten-Magazin Focus: „Viel mehr Arbeitsplätze als Dax-Konzerne. Lidl, Bosch, Aldi: Familienunternehmen schaffen neues deutsches Jobwunder“.

Die Regional-Zeitungen werten die Studienergebnisse jeweils bezogen auf die Bundesländer aus, wie beispielsweise die Schwäbische Zeitung: „Familienfirmen im Süden sorgen für Wachstum“

 

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