Der internationale Steuerwettbewerb ist in den vergangenen Jahren zu einem kontroversen Thema der medialen und politischen Debatte geworden. Die Aufdeckung von vielfältigen Steuervermeidungsstrategien einer Reihe von multinationalen Unternehmen hat dabei deutlich werden lassen, dass diese Strategien auch durch die tatkräftige Mithilfe einzelner Staaten begünstigt wurden. Die mediale Debatte hat umfassende politische Aktivitäten zur Abwehr von als unfair empfundener Praktiken des Steuerwettbewerbs ausgelöst. Auch infolge der kürzlich beschlossenen US-Steuerreform hat das Thema Steuerwettbewerb nochmals an Bedeutung gewonnen: Vielfach herrscht die Einschätzung vor, dass die starke Senkung der Unternehmensteuer in der größten Volkswirtschaft der Welt eine neue Runde des Steuersenkungswettbewerbs auslösen könnte.

Die vorliegende Studie verfolgt das übergreifende Ziel, die Entwicklung des Steuerwettbewerbs in seinen unterschiedlichen Formen aufzuzeigen und die Wirksamkeit steuerpolitischer Gegenmaßnahmen kritisch zu analysieren. Dazu bedarf es einer genauen Einordnung des Begriffs „Steuerwettbewerb“. Ein weiterer Fokus liegt auf der Betroffenheit von Familienunternehmen sowie der Position Deutschlands im internationalen Steuerwettbewerb. Leitfragen der Analyse sind hier, inwieweit Deutschlands Steuerpolitik im neuen Umfeld noch wettbewerbsfähig ist und ob die auf multinationale Unternehmen ausgerichtete Abwehrgesetzgebung nicht zu unbeabsichtigten negativen Wirkungen auf Familienunternehmen führen könnte.

 

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