Ideen und Erfahrungswerte von Familienunternehmen

Kampf gegen Corona: Aufruf zum Ideen- und Erfahrungsaustausch

Corona stellt Familienunternehmen vor ungeahnte Herausforderungen. Auf dieser Seite werden Ideen und Erfahrungen von Familienunternehmen im Umgang mit der Krise in anonymisierter Form gebündelt. Unternehmen sollen so praktische Impulse erhalten, wie sie die aktuelle Situation bewältigen können. Politik und Verwaltung erfahren, wo weiterer Handlungsbedarf besteht. Die Stiftung Familienunternehmen wird die Beiträge am Ende wissenschaftlich auswerten.
 

 

 

  • Politik
  • Unternehmen wie das Unsrige darf produzieren und unsere MitarbeiterInnen in der Logistik sorgen dafür, dass Deutschland (und die Welt) auch kurzfristig nicht ganz still stehen.

    Ich plädiere dringend an die Politik, das vernünftige Maß zwischen Vorsorgemaßnahmen einerseits und Rückkehr zur sozialen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Normalität andererseits zu definieren - und zwar schnell und klar.

    Die größten finanziellen Rettungsschirme werden nicht reichen, um den gerade entstehenden Gesamtschaden zu verhindern. Dies gilt sowohl für Deutschland als auch für unsere europäische Gemeinschaft.

    Deshalb brauchen wir vor Ostern einen Exit-Plan aus diesem Quasi-Stillstand, der zehntausende Existenzen kosten kann. Dieser Plan sollte für die Zeit sofort nach Ostern gelten. Herr Spahn soll uns nicht erzählen, was noch alles Schlimmes kommen kann, sondern mit ruhiger Hand wie etwa in Süd-Korea für die wirklich richtigen Maßnahmen sorgen.

    Dazu mag die Quarantäne von Risikogruppen gehören, aber sicher nicht das langandauernde Zusperren von Teilen der kleinteiligen Wirtschaft, also der Gastro- und Kulturszene. Ebenso könnten wir es in Restaurants, Theatern und Kinos mit Disziplin noch einige Wochen auf Abstand und mit leeren Sitzen beziehungsweise Reihen aushalten.

    Dadurch würden wir gut vorbereitet zurückkehren zur Normalität: Gehalts- und sonstige Zahlungen würden möglich bleiben und uns allen das Gefühl geben, dass wir eben nicht in einer kriegsähnlichen Situation sind. Was für ein schrecklicher Vergleich.
    27.03.2020
  • Finanzen
  • Politik
  • Produktion
  • Wir kämpfen an allen Fronten und sind in der Lage, unsere Mitarbeiter zu schützen - weltweit wurde zum Glück noch kein Mitarbeiter positiv getestet - unsere Lieferkette und Produktion aufrecht zu erhalten und damit auch in diesen Zeiten unseren Kunden zu helfen. Wir können auf eine große Solidarität unserer Belegschaft für die unangenehmen Maßnahmen, die wir einleiten müssen, zählen. Zudem glauben wir, dass unsere finanzielle Stärke uns helfen wird, uns nach der Krise schneller zu erholen und Marktanteile zu gewinnen.
     
    Wir begrüßen eine baldige, eventuell nach Risikogruppen abgestufte Lockerung der Beschränkungen des öffentlichen Lebens.
     
    27.03.2020
  • Personalwesen
  • Die WILO SE hat einen neuen Solidaritätsfonds ins Leben gerufen, um Mitarbeiter zu unterstützen, die nun in finanzielle Schieflage geraten. Der Fonds wird unter anderem gespeist aus der Hälfte der variablen Vergütung, auf die der Vorstand verzichtet: https://t1p.de/qkx2
     
    27.03.2020
  • Finanzen
  • Personalwesen
  • Produktion
  • Nachdem wir eigentlich gute Auftragsbestände hatten, hat die Corona-Krise bei uns nun auch angeklopft. Wir passen unsere sogenannten Ernstfallpläne kontinuierlich an, versuchen aber gleichzeitig, in allen Abteilungen die Funktionen aufrecht zu erhalten.

    Inzwischen sind für den Monat März alle Servicetechniker heimgeschickt worden, fahren Minusstunden und halten sich für Notfalleinsätze zur Verfügung. Ab April fahren wir Kurzarbeit, die durch Notfalleinsätze unterbrochen werden kann. Im Moment lassen die Unternehmen keine Mitarbeiter anderer Firmen mehr hinein.

    Seit dieser Woche haben wir in allen Abteilungen zwei Gruppen gebildet, von denen eine vormittags und eine nachmittags kommt. Alle Arbeitsplätze werden dabei auf 50% heruntergefahren, die restlichen 50% gehen auf den Abbau von Überstunden und ins Minus auf dem Arbeitszeitkonto.

    Wir fahren kontinuierlich kleine Informationsaktionen, sodass wir im Gedächtnis bleiben, und überlegen uns, welche unserer Kunden nach dem Ende dieser Corona-Zeit besonderen Bedarf an Maschinen haben.

    Was die Maßnahmen der Regierung betrifft, so empfinden wir sie auf allen Ebenen als gut und man kann endlich wieder das Gefühl bekommen, dass es doch noch Verständnis für die Wirtschaft gibt.
     
    25.03.2020
  • Finanzen
  • Personalwesen
  • Politik
  • Die heutigen Beschlüsse im deutschen Bundestag zur Bewältigung der Corona-Krise sind ein großer und wichtiger erster Schritt. Wenn die Menschen in unserem freiheitlichen Land nun an die Grenzen ihrer Möglichkeiten geraten, muss der Staat unterstützen. Er muss zurückgeben, was viele gut wirtschaftende Unternehmen in den letzten Jahren hart erarbeitet haben. Es gilt, den eigentlich gesunden Mittelstand in Deutschland zu retten, um den uns viele andere Wirtschaftsnationen seit Jahrzenten beneiden.
     
    Im Folgenden möchte ich skizzieren, wie eine Erhöhung des Kurzarbeitergeldes auf 90% verhindern kann, dass gesunde und verantwortungsvolle Unternehmen zu Intensivpatienten werden:
     
    • Corona trifft uns schwer und aufgrund der dramatischen Einbußen (Einnahmen = 0,00 EUR) bleibt uns nichts anderes übrig, als Kurzarbeit zu beantragen. 
    • Menschen, insbesondere Arbeitnehmer mit geringer oder keiner Qualifikation aus den unteren Lohngruppen, können mit 60% des Nettolohns nicht leben, da die Lebenshaltungskosten nicht sinken. 
    • Als verantwortungsvolles Unternehmen stocken wir die Kurzarbeiter-Gehälter zusätzlich auf - es geht um Existenzen. 
    • Bei Einnahmen = 0,00 EUR und Aufstockung von Kurzarbeitergeld fließt jedoch massiv Kapital aus dem Unternehmen ab. Auf Dauer führt dies dazu, dass das eigentlich gesunde Unternehmen zum Intensivpatienten wird. Große Probleme für die Zeit nach der Krise:
    1. Geld, das für Investitionen geplant war, ist nicht mehr vorhanden.
    2. Wir können Umsatzeinbrüche nicht mehr aufholen. Ohne jetzt Kapital zusammenzuhalten, wird es sich als ungleich schwieriger gestalten, wieder auf die Beine zu kommen. 
    • So würden wir, als verantwortungsvolles und gesundes Unternehmen, in wenigen Wochen dazu getrieben werden, Kredite und bürokratische, komplizierte Wirtschaftshilfen zu beanspruchen - am Ende hingen auch wir am Tropf des Staates. Das Eigenkaptal wäre aufgebraucht, die reguläre Kreditwürdigkeit verspielt und die Wettbewerbsfähigkeit verloren. Dem Ausverkauf des Mittelstandes wäre Tür und Tor geöffnet.
    • Einfacher und direktere Hilfe wäre die Erhöhung des Kurzarbeitergeldes, wie in Frankreich und den Niederlanden. Dieses Geld kommt direkt und unbürokratisch bei den Menschen an. 
    25.03.2020
  • Politik
  • Aus meiner Sicht gibt es aus allen möglichen Kanälen schon viele Tipps. Höchste Priorität haben die Liquidität und das konsequente Handeln.

    Die Aufgabe für die Politik lautet: Jetzt erarbeiten und definieren, wie die Wirtschaft und das öffentliche Leben nach der Krise sinnvoll funktionieren können. Mit Geld kann nicht alles geheilt werden. Vor allem brauchen wir handhabbare Wege, wie wir wieder zu einem öffentlichen und wirtschaftlichen Leben kommen.
     
    25.03.2020
  • Gesundheitswesen
  • Politik
  • Ich beobachte leider immer stärker, dass der öffentliche Auftraggeber in der Krise zunächst an sich selbst denkt. So werden Aufträge kundenseitig storniert, gekürzt oder ruhend gestellt. Dies wird zahllose Rechtsfälle nach sich ziehen. Gerade in der jetzigen Lage sollte die öffentliche Hand zeigen, dass vertragskonformes Verhalten aller Akteure wieder schnell zu einer wirtschaftlichen Stabilität führen wird!
    24.03.2020
  • Personalwesen
  • Achtung beim Kurzarbeitergeld! In vielen mittelständischen Unternehmen kommt auf jede Fachkraft mehr als eine geringfügig qualifizierte Arbeitskraft. Im Rahmen der Flexibilisierung erhalten diese oftmals auch keine Vollzeitarbeitsplätze, sodass sich der geringere Stundenlohn im Verhältnis zur Wochenarbeitszeit negativ auf die Monatsvergütung auswirkt. Reduziert man nun dieses durch das Kurzarbeitergeld auf 60%, werden viele Geringverdiener in Deutschland unter das Existenzminimum rutschen.

    Bei einem Durchschnittseinkommen fällt schon eine Kürzung auf 80% hart aus im Hinblick auf Hauskreditverbindlichkeiten und Betreuungskosten der Kinder.  Deshalb sollte bei Geringverdienern wohl 100% Übernahme beschlossen werden, da deren freie Mittel am Monatsende oft nicht einmal für KFZ-Reparaturen oder Klassenfahrten reichen.

    Daneben sind zusätzliche Maßnahmen für Unternehmen mit Personalausfall wichtig. Neben direkt zuzuordnenden Ausfällen durch Covid-19, welche nach §§ 56 ff Infektionsschutzgesetz entschädigt werden, gibt es eine enorme Anzahl weiterer Ausfälle. Dazu gehören Krankschreibungen per Post - aus Angst, zur Arbeit zu kommen. Oder es gibt Ausfälle wegen einer Arbeitsüberlastung, vor allem im Gesundheitswesen. Hier wäre vielleicht eine temporäre Übernahme der Lohnvorzahlung im Krankheitsfall vom ersten Tage an durch die Krankenhassen eine sehr sinnvolle und effektive Möglichkeit, um die Wirtschaft vor drohenden Insolvenzen zu schützen.

    24.03.2020
  • Finanzen
  • Geschäftsreisen
  • Personalwesen
  • Politik
  • Wir haben eine Task Force eingerichtet. Außerdem gibt es verschiedene Informations- und Kommunikationsplattformen für alle Stakeholder.

    Alle Dienstreisen wurden abgesagt, auch innerbetrieblich. Genauso haben wir alle Beratungsprojekte auf Pause gestellt. Extern kommt niemand mehr aufs Firmengelände, auch keine LKW-Fahrer.

    Die Urlaubsheimkehrer haben wir in eine Präventiv-Quarantäne geschickt. Das gleiche gilt für Primär- und Sekundärkontakte bei Verdachtsfällen.

    Mit den Banken stimmen wir uns vorsorglich über die Liquiditätssicherung ab, auch das Kurzarbeitergeld ist schon beantragt. Es gibt von nun an ein COVID-19-Controlling zum kaufmännischen Maßnahmentracking.

    Unsere Forderungen an die Regierung: Ausgangssperre für 14 Tage verhängen mit Sonderregelungen für Berufstätige, ein konkreter Plan für einen Schutzschirm und die Sicherstellung des grenzüberschreitenden Warenverkehrs. Insgesamt sollte es weniger um föderale Maßnahmen gehen, sondern es sollten nationale Vorschriften erlassen werden.

    24.03.2020
  • Digitale Infrastruktur
  • Personalwesen
  • Produktion
  • Wir haben bereits vor sechs Wochen unseren etablierten Krisenstab für solche Situationen aktiviert. Seit zwei Wochen tagt dieser täglich. Schnell haben wir gemerkt, dass wir eine Bündelung aller relevanten Informationen brauchen, um den Suchaufwand für die Mitarbeiter gering zu halten. Wir nennen das auch „Single Point of Information“. Auf unserer eigens eingerichteten internen Website stehen tägliche Reports und weitere relevante Informationen unseren Mitarbeitern zur Verfügung. Gleich auf der Startseite ist auch ein Formular zu finden, das Mitarbeiter für ihre Fragen und Anliegen ausfüllen können. Außerdem gibt es eine separate Krisen-Hotline, an die sich jeder wenden kann.

    Unsere Filialen sind geschlossen, werden aber weiter von einem Kernteam betreut. Um ein mögliches Ausfallrisiko unserer Logistik zu verringern, haben wir die Filialen mit zusätzlicher Ware ausgestattet, die das Kernteam direkt an die Kunden verschickt.
     
    24.03.2020
  • Geschäftsreisen
  • Gesundheitswesen
  • Hygiene
  • Produktion
  • Unser Arbeitskreis Covid-19 hat einen Maßnahmenplan für das gesamte Unternehmen erstellt, der circa 60 Punkte umfasst: Essenszeiten splitten, alle Weiterbildungen absagen, Verlagerung von Fertigungsschritten prüfen und viele weitere mehr. Dieser Plan gilt für alle Werke, die Umsetzung dokumentieren wir mit einer Ampel: Rot steht für offen, Gelb für gestartet, und Grün für abgeschlossen. Die Maßnahme ist dann vollständig in Kraft, wenn sie von allen Werken umgesetzt wurde und der Gesamtstatus entsprechend auf Grün steht.

    Dieser Plan hilft uns, alle notwendigen Schritte im Blick zu behalten und effizient umzusetzen.

    24.03.2020
  • Digitale Infrastruktur
  • Finanzen
  • Personalwesen
  • Politik
  • Produktion
  • Wir haben einen Krisenstab mit der Geschäftsführung und weiteren Führungskräften errichtet. Wichtig ist, dass wir uns schnell austauschen können, das machen wir auch über WhatsApp.

    Bei wichtigen Funktionen, die doppelt besetzt sind teilen wir zwischen Office und Home Office auf, sodass im krankheitsbedingten Ausfall die gespiegelte Funktion erhalten bleibt. Denselben Ansatz planen wir auch für die Produktion ein. Daneben setzen wir auf Kurzarbeit. Außerdem verstärken wir die Treasury Maßnahmen.

    Was es jetzt von politischer Seite braucht: Steuerstundungen, daneben Steuervorauszahlungen auf Null setzen.
     
    24.03.2020
  • Digitale Infrastruktur
  • Technisch ist natürlich die Sicherstellung der internen Kommunikation der alles entscheidende Faktor. Hilfsmittel wie Skype, Microsoft Teams, Zoom, WhatsApp sollten keine Fremdwörter mehr sein und zum Standard in jedem Unternehmen gehören. Eine funktionierende und flexible Telefonanlage gehört ebenfalls dazu. Unbedingt sollten Vorkehrungen getroffen worden sein, sämtliche Daten in der Cloud abzulegen. Es gibt bei vielen Unternehmern anscheinend noch immer eine Aversion gegen die Cloud. Gerade jetzt ist diese aber sicherlich die beste Variante, um die Datenflut zu managen und die Sicherheitsstandards zu gewährleisten.
    23.03.2020
  • Personalwesen
  • Wir haben gute Erfahrungen gemacht mit einem Krisenstab, dem nicht die Geschäftsführung angehört. Der Betriebsratsvorsitzende ist hingegen Mitglied. Dies sichert eine rasche und unkomplizierte Umsetzung von Entscheidungen.
    21.03.2020
  • Finanzen
  • Personalwesen
  • Politik
  • Wir reden hier für viele Unternehmen von einer wirtschaftlichen Vollbremsung in kürzester Zeit. Die politisch eingeleiteten Sofortmaßnahmen, insbesondere das Kurzarbeitergeld,  sind von größter Bedeutung. Sie reichen für den Weg aus der Krise aber noch nicht aus.

    Aus diesem Grund fordern wir ein Rettungspaket der Bundesregierung. Im Folgenden eine Auflistung der aus unserer Sicht dringend notwendigen Maßnahmen.

    • Erhöhung des staatlichen Anteiles des Kurzarbeitergeldes auf 90% des Nettogehalts analog zur Maßnahme der niederländischen Regierung. Hilfreich wäre eine Rückwirkung für die Zeit ab 1. März 2020.
    • Entlastung bei Steuern und Abgaben durch unbeschränkten Verlustrücktrag (bislang sind Verluste nur beschränkt rücktragsfähig). Damit käme es zu einer Reduktion der aktuellen Steuerlast, welche in den Folgejahren wieder aufgeholt würde. Dies führt kurzfristig dazu, dass mehr Liquidität vorhanden ist, um Personalkosten und weitere Fixkosten zu bezahlen. Flankierend dazu wäre die Wiedereinführung eines Verlustrücktrags auch bei der Gewerbesteuer zu beschließen. Die Kommunen könnten über Direktzuweisungen des Bundes einen Ausgleich für eventuelle Einnahmeausfälle erhalten.
    • Rückstellungsmöglichkeit der Kosten der Corona-Krise im Vorjahresabschluss, abweichend vom sogenannten Realisationsprinzip. Damit könnte unmittelbar die steuerliche Bemessungsgrundlage der Vorjahre gesenkt werden, eine Nachholung in den Folgejahren wäre automatisch gegeben. Die Unternehmen hätten kurzfristig Liquidität zur Verfügung.
    • Investitionsabzugsbeträge und Sonderabschreibungen gemäß § 7g EstG sollten für alle Unternehmen gelten, also ohne die gesetzlichen Beschränkungen. Wer in Krisenzeiten bereit ist zu investieren und die Arbeitsplätze erhält, sollte trotz etwaiger (geringerer) Gewinne davon profitieren können.
    • Fiktive Lohnzahlung auf Lohnsummentest anrechnen. Zwar wird ein etwaiges Kurzarbeitergeld auf die Lohnsumme angerecht, jedoch eben nur in Höhe der tatsächlichen Gewährung. Das Auslösen einer Nachsteuer beim Erben sollte vermieden werden, in dem die fiktive Lohnsumme, die arbeitsvertraglich vereinbart wurde, voll angerechnet wird.
    • „Unternehmer-Helikoptergeld“ als Liquiditätsspritze, damit Unternehmen in der Lage sind, ihre Fixkosten zu begleichen und eine Insolvenz zu vermeiden. Dies könnte als ein Zuschuss gewährt werden, bei dem über die Rückzahlung nach Ende des Veranlagungszeitraums entschieden wird, wenn die Insolvenz auch ohne die Liquiditätsspritze hätte vermieden werden können. Das Kurzarbeitergeld wäre hierauf anzurechnen.
    20.03.2020
  • Finanzen
  • Personalwesen
  • Politik
  • Produktion
  • Wir haben ein Kernteam eingerichtet bestehend aus vier Kollegen, zudem Lenkungskreise (mit themenbezogenen weiteren Unterkreisen) ebenfalls bestehend jeweils aus vier Kollegen. Wichtig ist hierbei, dass die Teams klein bleiben und schlagkräftig ausgestattet sind.

    Die Lenkungskreise arbeiten Maßnahmen aus für die gesamte Firmengruppe. Sämtliche Kommunikation erfolgt zeitgleich im Sinne der Geschwindigkeit und Einheitlichkeit über das Kernteam. Das Kernteam trifft sich täglich 11 Uhr, die Lenkungskreise um 13 Uhr.

    Alle Maßnahmen haben die Maxime, pragmagisch, schnell, mehrwertstiftend und zeitgleich schadensbegrenzend zu sein. Ein Beispiel: Als die Schulschließungen kamen, haben wir gesagt „alle Mitarbeiter, die Kinder unter 14 zur Betreuung haben und bei denen mobiles Arbeiten nicht möglich ist, können bei Weiterbezahlung sofort nach Hause.“ Das machen wir auch weiter so.

    Wenn jetzt Kurzarbeitergeld eingeführt wird, suchen wir nach Wegen, wie wir direkt alle staatlichen Hilfen an die Mitarbeiter weitergeben können. Darüber hinaus überlegen wir, wie wir bereits jetzt helfen können zur Überbrückung, bis die staatlichen Maßnahmen greifen.

    Zudem haben wir einen Topf für Mitarbeiterdarlehen, den wir seitens Gesellschafter aufstocken für den Fall, dass nun Mitarbeiter in Notlagen kommen.

    Der politische Handlungsbedarf aus meiner Sicht: Erst einmal sollten international all zusammenarbeiten, um dieses Virus zu bekämpfen. Wir brauchen dringend ein Erfolgszeichen im Sinne europäischer Lösungen. National geht es trotz Föderalismus vor allem darum, dass die Bundesländer eine schnelle, klare und einheitliche Handhabe bekommen.

    Allgemein ist noch wichtig: Die Versorgung und Infrastruktur müssen gesichert werden. So lange wir noch dürfen, müssen wir unser Leistungsversprechen bestmöglich erfüllen. Staatsschulden interessieren keinen Menschen. Die Hilfen müssen maximal umfangreich sein und schnell bei den Unternehmen ankommen. Auch hier gilt: Je einheitlicher, einfacher, klarer und schneller, desto besser.

    Ein enorm wichtiger Punkt ist für mich: Vergesst nicht die Armen außerhalb der Grenzen, insbesondere auch nicht die Flüchtlinge.

    Für uns Unternehmer heißt es nun zu beweisen, dass wir unserer eigenen Rolle gerecht werden. Das bedeutet: Krisenmanagement in Reinform zur maximalen Schadensabwehr

    20.03.2020
  • Politik
  • Um die Unternehmen zu stützen, muss die Bundesregierung mehr als nur Kredite bereitstellen. Besonders bei einer anhaltenden Krise auf der Konsumseite muss es stärkere Maßnahmen wie Kaufsubventionen oder Helikoptergeld geben. Andernfalls schmilzt das Eigenkapital der Unternehmen, sodass sie sich nach der Krise nicht mehr effektiv werden finanzieren können. Dann bräuchten sie nachrangige Darlehen beziehungsweise Eigenkapitalinjektionen vom Staat, um Arbeitsplätze sichern zu können.
    20.03.2020
  • Politik
  • Aktuell werden die erweiterten Allgemeinverfügungen der Länder von den Städten und Landkreisen um weitere Maßnahmen erweitert. Teilweise sind diese erweiterten Maßnahmen aber nicht umsetzbar, weil etwa Hygieneartikel wie Handdesinfektion oder Einmalhandschuhe fehlen. Die Missachtung soll strafrechtliche Konsequenzen haben. Meiner Meinung nach sollten realistische Maßnahmen ausschließlich auf Landes- oder Bundesebene abgewogen werden.
    20.03.2020
  • Politik
  • Die aktuellen Maßnahmen dienen primär ja der Verlangsamung der Ausbreitung und der Solidarität gegenüber der Hauptrisikogruppe Senioren. Wir riskieren unser gesamtes System also insbesondere für Senioren und Risikogruppen, was grundsätzlich solidarisch völlig in Ordnung ist.

    Mein Vorschlag ist: Häusliche Quarantäne für diese gefährdeten Gruppen am Samstag und unter der Woche von 6-9h sowie 16-20h, da diese Zeiten der berufstätigen Bevölkerung gehören, die das System am laufen halten. Zusammen mit den Schul- und Unischließungen hätten wir das jüngste und das älteste Viertel jeweils besser unter Kontrolle, so dass die 50% wertschöpfende Bevölkerung – und damit auch die Wirtschaft – möglichst gering beeinträchtigt würden.

    Vielleicht lässt sich das auch über klare Verhaltensregeln schriftlich für Senioren formulieren und per Post (mangels Nutzung sozialer Medien) über die Sozialversicherungs- und Rententräger kurzfristig versenden, da diese über alle Adressen verfügen. Soweit ein paar Gedanken, deren rechtliche/politische Umsetzung ich allerdings nicht beurteilen kann.

    20.03.2020
  • Personalwesen
  • Wenn Mitarbeiter erkrankt sind oder unter Quarantäne stehen, wird das gesetzliche Krankengeld in Anspruch genommen. Mitarbeitern, die Ansteckungen fürchten, wird Urlaub gewährt. Wir achten darauf, dass die Mitarbeiter im Homeoffice konkrete Aufgaben erledigen. Die Geschäftsleitung erläutert jede Woche gegenüber der Belegschaft die Lage. In Summe wahren wir den Betriebsfrieden mit Ruhe und Zuversicht.
    20.03.2020
  • Personalwesen
  • Für den Fall, dass kurzfristig Ausgangssperren verhängt werden, haben wir den Mitarbeitern, die für eine Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs unabkömmlich sind, folgende Bestätigung mitgegeben:

    Datum

    Bescheinigung des Arbeitgebers

    Hiermit bestätigen wir für sämtliche Zwecke, insbesondere für den Fall von Personenkontrollen aufgrund etwaiger zur Bekämpfung der COVID-19/SARS-CoV-2 Epidemie angeordneter Ausgangssperren, dass

     Frau / Herr … ….

    geboren am …., wohnhaft in …..

    für unsere Firma mit Sitz Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Ort tätig ist und der Geschäftsbetrieb auch weiterhin aufrechterhalten wird.

    Bitte lassen Sie Frau /Herr…. auf dem Weg von und zu der genannten Arbeitsstätte passieren.

    Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne unter der Telefonnummer zur Verfügung.

    Mit freundlichen Grüßen

    19.03.2020
  • Geschäftsreisen
  • Personalwesen
  • Wir sind als Familienunternehmen eng mit unseren Kunden und Geschäftspartnern vernetzt. Auch wenn wir natürlich der aktuellen Situation gerecht werden und möglichst Abstand halten, können wir nicht jeden Kontakt vermeiden. Deshalb versuchen wir, unsere Mitarbeiter individuell zur Arbeit zu bringen – ob in unserer Zentrale oder bei vertrieblichen bzw. logistischen Aktivitäten. Dafür brauchen wir jetzt verstärkt auch Mietwagen, um unsere Mitarbeiter ohne die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und damit ohne Ansteckungsgefahr durch gefährliche Viren an den Arbeitsplatz und zurück zu bringen. Sixt hat sogar einen eigenen Service eingerichtet: www.sixt.de/sicherzumarbeitsplatz
    19.03.2020
  • Politik
  • Ich mache mir insbesondere um diejenigen Unternehmen Sorgen, die auf staatliche Anweisung hin ihre Betriebe komplett schließen müssen. Bei staatlich verfügter Betriebseinstellung sind Kredite zur Überbrückung nicht ausreichend, hier sollten staatliche Subventionen aus Steuergeldern fließen.

    Es hilft ein Blick ins Tierseuchengesetzt. Wenn ein Tierhalter bei einer Seuche seine Nutztiere keulen muss, bekommt er je nach Tierart bis zu 100 Prozent vom Steuerzahler als Entschädigung. Der Landwirt bringt also ein Sonderopfer, um die Allgemeinheit zu schützen. Für viele, vor allem kleine Betriebe wie Gaststätten oder Veranstalter, sieht es ähnlich aus: Zum Wohle der Allgemeinheit müssen sie ihr Geschäft einstellen, was zu vielen Konkursen führen wird. Hier sollte also der Steuerzahler genauso einspringen.

    19.03.2020
  • Finanzen
  • Personalwesen
  • Politik
  • Produktion
  • Wir haben mehrere Optionen, um die aktuelle Situation abzufedern: Einzelne Mitarbeiter können von zuhause aus arbeiten, auch ein Stundenabbau ist möglich. Das tarifliche Zusatzgeld der Metallbranche wollen wir als Freizeitkonto anbieten. In der Produktion versuchen wir, Arbeiten an andere, weniger betroffene Standorte zu verlegen; etwa aktuell nach China, wo sich die Lage etwas verbessert hat. Hierzulande wünsche ich mir ein Catch-up-Programm mit vergünstigter Samstagsarbeit, sobald sich die Situation wieder entspannt hat.

    Die Politik sollte mit Steuersenkungen sowie -stundungen und unbürokratischen Überbrückungskrediten zum Nullzins helfen. Wichtig ist vor allem, Klarheit über die Angebote zu schaffen und diese schnell zur Verfügung zu stellen.

    19.03.2020
  • Personalwesen
  • Wir befinden uns alle in einer extremen Situation, in der Umdenken und Handeln aller gefragt ist. Es geht hier schon lange nicht mehr um das Wohlbefinden eines einzelnen Menschen, sondern um eine ganze Gesellschaft. Ich möchte keine Panik verbreiten und glaube auch, dass das zu nichts führen würde. Mir ist aber wichtig, dass wir die Sache wirklich ernst nehmen. Unsere Unternehmensgruppe ist darauf angewiesen, dass alle Mitarbeiter verantwortungsvoll mit diesem Thema umgehen und sich nicht unnötig in die Gefahr bringen, infiziert zu werden.

    Meinen Mitarbeitern empfehle ich, sich in der Freizeit über den Ernst der Lage zu informieren. Den Jungen empfehle ich Podcasts bei Spotify wie „Gemischtes Hack“ oder die Netflix-Serie „Pandemie. Und ich rate allen, wieder mehr Bücher zu lesen, um die freie Zeit gut zu Haus zu nutzen.

    19.03.2020
  • Finanzen
  • Hygiene
  • Personalwesen
  • Politik
  • Alle Mitarbeiter bekommen Broschüren zur Verfügung gestellt, die von den Gesundheitsämtern empfohlen werden. Über unsere Homepage informieren wir Mitarbeiter und Geschäftspartner über die Auswirkungen für unser Unternehmen. Eine beachtliche Anzahl von Mitarbeitern haben wir gebeten, von zu Hause aus zu arbeiten, um in Büros, in denen mehrere Personen arbeiteten, Freiräume für große Abstände zu erhalten. Sämtliche Außendienst –Mitarbeiter wurden angehalten, Kundenbesuche zu unterlassen und von zu Hause Kundenkontakt per Telefon zu pflegen. Mitarbeiter, die in den letzten 14 Tagen in Italien, Österreich, Schweiz oder in einem anderen Risiko-Land waren, wurden gebeten, nicht in das Unternehmen zu kommen, sondern zu Hause zu bleiben – dies mindestens 14 Tage.

    Von der Politik wünsche ich mir, dass sie konkretere Hilfestellung bei der Kreditvergabe gibt. Bis gestern wussten die Banken nicht, was sie ihren Geschäftskunden antworten sollen. Zudem ist jetzt notwendig, die Klimabeschlüsse auszusetzen, bis die Corona-Situation im Griff ist. Das heißt: vorerst keine CO2-Steuer, keine Verbote oder Nutzungseinschränkungen. Außerdem ein sofortiger Verzicht auf Soli und Subventionen für bestimmte Technologien. Dafür sollte gewährleistet werden, dass die nötigen Medikamente – wenn vorhanden – auch in Deutschland hergestellt werden.

    19.03.2020
  • Hygiene
  • Wir haben eine interne Meldekette installiert. Jeder Mitarbeiter hat sich an seine direkte Führungskraft zu wenden, die wiederum in engem Austausch mit dem Koordinationsteam steht. Zur Veranschaulichung haben wir Informationsblätter verteilt, welche die verschiedenen Krankheitsszenarien durchspielen:

    Gibt es typische Symptome bei einem Mitarbeiter? Stellt ein Arzt darüber hinaus einen Corona-Verdacht fest? Handelt es sich um eine Risikoperson? Bestätigt sich schließlich der Verdacht einer Infektion durch einen Test?
    Anhand von zwei Schaubildern können wir direkt und schnell reagieren. Dazu gehören genaue Vorgaben etwa zur Temperaturmessung oder einer Auflistung der Kontaktpersonen.

    Insgesamt geht es darum, neben den strikten Hygieneregeln das Risiko für die Belegschaft ständig im Blick zu behalten und einheitliche Prozesse zu installieren, die schnell funktionieren.

    19.03.2020
  • Finanzen
  • Politik
  • Wichtig ist aus meiner Sicht gerade jetzt, an die vielen kleinen und mittleren Unternehmen zu denken, die von den Schließungen besonders betroffen sind. Diese Unternehmen bilden zum großen Teil das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Als Gesellschaft dürfen wir nicht zulassen, dass gerade diese den größten Schaden aus der aktuellen Coronavirus-Pandemie davontragen. Unzählige Insolvenzen wären die Folge, von denen sich das persönlich geprägte Unternehmertum in Deutschland nur schwer erholen würde. Schnelle und unbürokratische Hilfe auch in finanzieller Form ist hier notwendig.
    18.03.2020
  • Digitale Infrastruktur
  • Personalwesen
  • Produktion
  • Wir haben begonnen, Teams zu trennen und mit anderen Abteilungen zu mischen, damit jede Abteilung im Falle betroffener Mitarbeiter arbeitsfähig bleibt. Home Office ist bei uns nur bedingt möglich, da wir ein Produktionsbetrieb sind. Wir denken gerade über Benefits nach – eine Lieferung der Einkäufe zu uns beispielsweise. Außerdem haben wir die Arbeitszeit von 6 Uhr morgens auf 22 Uhr abends ausgedehnt, um insbesondere Kollegen mit Kindern mehr Spielraum zu ermöglichen. Die Pausenzeiten haben wir in eine Früh- und eine Spätgruppe aufgeteilt.

    Kommunikation ist gerade das A und O. In unserem Intranet informieren wir über einen Newsticker, um die Mitarbeiter über die Arbeit des Corona-Stabs auf dem Laufenden zu halten. Alle Mitarbeiter können sich außerdem mit Verbesserungsvorschlägen einbringen.

    Als Geschäftsführende Gesellschafterin bin ich gerade präsenter denn je im Betrieb, um mit den Mitarbeitern zu sprechen. Außerdem haben wir eine Videonachricht im Intranet veröffentlicht, in der wir an den Zusammenhalt während dieser Zeit appellieren.

    18.03.2020
  • Finanzen
  • Politik
  • Die von der Bundesregierung zugesagten Notfall-Kredite fließen viel zu langsam. Die Gelder der Bundesregierung stehen der KfW zwar zur Verfügung. Aber die Hausbanken sind beim Beantragungs-Prozess überfordert. Das liegt zum Teil daran, dass die Prozesse noch nicht geklärt sind. Zudem scheuen sich Hausbanken, sich auch nur mit 20 Prozent zu beteiligen. Damit blockieren sie faktisch die Corona-Notfall-Mittelzuflüsse in die mittelständischen Unternehmen.
    18.03.2020
  • Digitale Infrastruktur
  • Finanzen
  • Personalwesen
  • Produktion
  • Alle unsere Maßnahmen haben wir mit dem Betriebsrat abgestimmt.

    Wir haben unsere Kollegen im Vertrieb räumlich getrennt. Dazu nutzen wir die Arbeitsplätze an unseren vier weiteren Standorten oder Microsoft Surface-Geräte im Mobile Office.

    Im Fachmarkt konzentrieren wir uns auf die Versorgung der Industrie- und Gewerbekunden. Bis auf weiteres bedienen wir keine privaten Endverbraucher mehr.

    In der Logistik haben wir den 2-Schicht-Betrieb eingeführt, ohne Überschneidung der Schichten. Außerdem haben wir die Versand-Dispo, die Arbeitsvorbereitung, die Wareneingangsverbuchung und die Abholer-Abwicklung dezentralisiert.

    In der Verwaltung dezentralisieren wir ebenfalls die verschiedenen Funktionen Debitoren, Kreditoren, Personal, Zeugniswesen und Rechnungsabwicklung und schicken einzelne Kollegen ins Mobile Office.

    Die IT-Abteilung wird, nachdem die notwendigen Maßnahmen für mehr Mobile Office-Möglichkeiten durchgeführt sind, ebenfalls zum Teil ins Mobile Office wechseln.

    Unsere Umsätze sind in dieser Woche normal hoch. Dies zeigt, wie stark wir zusammenhalten und trotz widriger Umstände unsere Kunden versorgen. Die weitere Entwicklung gilt es abzuwarten, wir treffen sämtliche Entscheidungen nach aktuellem Kenntnisstand.

    18.03.2020
  • Finanzen
  • Politik
  • Die Politik sollte die momentane Frist von sechs Monaten Kurzarbeitergeld auf zwölf Monate verlängern. Die Politik sollte zudem dringend turboschnelle Betriebsmittelkredite für die Firmen bereitstellen. Aktuell geschieht das viel zu langsam!
    18.03.2020
  • Finanzen
  • Politik
  • Ich habe zur Vorfinanzierung unserer Einsatzstoffe einen Kredit aus dem von allen Seiten propagierten Hilfspaket angefragt. Doch bis heute weiß noch keine Bank, wie das geht. Eine Bank hat sogar eine persönliche Bürgschaft gefordert. Das muss man für einen schlechten Scherz halten.
    18.03.2020
  • Geschäftsreisen
  • Personalwesen
  • Produktion
  • Geschäfts - und Dienstreisen mit Flugzeug und Bahn haben wir schon frühzeitig abgesagt. Nur dringend notwendige Reisen wurden genehmigt. Die Ausrüstung für vermehrtes Homeoffice wurden in den ersten Märzwochen angepasst und stetig aufgestockt. Wir haben die Abteilungen in zwei Teams aufgegeilt. Seit Montag ist die erste Hälfte bereits europaweit im Homeoffice. Funktionskritische Wissensträger wurden ebenfalls aufgeteilt. Die Kantine wurde geschlossen. Wir informieren unsere Mitarbeiter regelmäßig über die Arbeit des COVID-19 Krisenstabes weltweit per Videobotschaften bzw. Intranet und Aushang.
    18.03.2020
  • Politik
  • Verstörend finde ich, wie sorglos viele Bürger mit der Situation umgehen. Die Bundesregierung muss klare Maßnahmen ergreifen. Wenn Ausgangssperren und das Herunterfahren des öffentlichen Lebens notwendig sind, dann ist das für eine Übergangszeit so. Wir steuern auf eine nie dagewesene Rezession zu, wenn wir jetzt nicht entschlossen handeln.
    18.03.2020
  • Finanzen
  • Produktion
  • Eine Schließung unserer Produktion wäre für uns der Supergau. Trotzdem haben wir uns vorsorglich bei unseren weltweiten Standorten versichert, dass diese im Fall des Falles für unsere Kunden weiterproduzieren könnten. Für Anfang April beantragten wir Kurzarbeit, um bei fallenden Umsätzen zumindest die Lohnkosten reduzieren zu können. Wir haben unsere Budgets angepasst und viele Investitionen nach hinten geschoben. So legten wir den von uns geplanten Neubau für 50 Millionen Euro erstmal auf Eis.
    18.03.2020
  • Finanzen
  • Politik
  • Es sind Zweifel an der Durchschlagskraft der KfW-Kredite angebracht. Schon in der Vergangenheit kam die Hilfe, wenn überhaupt, oft zu spät, sie war zu kompliziert, zu zögernd, zu ratingfixiert. Hinzu kommt: Wer soll die Welle der jetzt eingehenden Anträge schnell und unbürokratisch prüfen und bewilligen? Banken im Home Office dürften dazu nur bedingt in der Lage sein.
    18.03.2020
  • Hygiene
  • Wir haben die präventiven Maßnahmen, die vom Robert Koch-Institut empfohlen wurden, im Unternehmen beachtet. Eine persönliche Anmerkung: Als vorbeugende Maßnahme kann man noch weiche Nasensalbe und natürlich das altbekannte Kamillendampfbad erwägen. Viren im Nasen- und Rachenraum werden ab 56 Grad abgetötet.
    18.03.2020
  • Digitale Infrastruktur
  • Finanzen
  • Wir müssen eine schnelle Finanzierung unserer Unternehmen sicherstellen, bzw. Unternehmen in absoluten Notlagen mit einem außergewöhnlichen rechtlichen Rahmen unterstützen.

    Leider sind die technischen Voraussetzungen für das Home Office vollkommen unzureichend. Die Infrastruktur muss dringend ausgebaut werden!

    18.03.2020
  • Politik
  • Wir müssen die Rahmenbedingungen für die Realisierung dringend benötigter Infrastruktur schaffen. Mehrere Branchen (Lebensmitteleinzelhandel, Online-Händler, Produzenten von Medizin- und Hygieneartikeln, Paketdienstleister), dürften nun zügig Bedarf an neuen Flächen haben. Hinzu kommt der bestehende Nachholbedarf im Bereich der öffentlichen Infrastruktur (Brückensanierungen, Schulsanierungen und Schulneubau) sowie im Bereich des kostengünstigen Wohnens. Wir haben im Hinblick auf den internationalen Wettbewerb einen dringenden Handlungsbedarf bei der Schaffung einer optimalen Infrastruktur.
    Leider verzögern aufwendige Genehmigungsregularien und fehlenden Amtskapazitäten die Bauvorhaben. Oft behindern auch die föderalen Strukturen Effizienzvorteile durch ein systematisiertes und serielles Vorgehen im öffentlichen Bau. Diese Strukturen verhindern auch die Voraussetzungen für effiziente digitalisierte Genehmigungsprozesse.
    Pragmatische und vom Bund festgelegte Ansätze für Genehmigungen dürften zu einer Konjunkturbelebung in Planung & Bau beitragen, die in den kommenden Monaten notwendig sein wird.
    18.03.2020
  • Finanzen
  • Hygiene
  • Personalwesen
  • Politik
  • Produktion
  • Größere Unternehmen dürften weniger Probleme haben, da dort der Staat auf jeden Fall mit Liquiditätshilfen einspringen wird. Nach den bisher verfügbaren Informationen, bin ich aber skeptisch, ob der Verbund aus KfW und Geschäftsbanken die nötigen Angebote und die nötige Flexibilität und Geschwindigkeit entwickeln kann.
    Mit diesem Ansatz werden uns die Patienten unter den Händen wegsterben. In der Schweiz diskutiert man über einen Bundesfonds der ganz einfach den negativen Cashflow aus den Umsatzausfällen kompensiert. Dies wäre ein schnell wirkendes und vergleichsweise flexibles Instrument.
    Absolut problematisch wird die Situation für die kleineren Unternehmen. Im Gastronomie- und Hoteleriebereich oder bei Dienstleistern wie im Messebau etc. wird die Liquidität innerhalb von wenigen Wochen zu Ende gehen. Hier ist Hilfe "sofort" nötig.
    Wir haben im Unternehmen alle üblichen Maßnahmen getroffen: Wir minimieren direkte Kontakte, haben die Kantine von Selbstbedienung auf Ausgabe umgestellt (Besteck und Teller werden gereicht). Teams haben wir geteilt, damit Schichten sich nicht mehr überlappen. Alle bekannten Hygienemaßnahmen wurden intensiviert. Jeder Mitarbeiter, der auch nur im Ansatz ein Risiko darstellt, wurde in Quarantäne geschickt. Soweit es möglich ist, ermöglichen wir Home-Office und gestatten Dienstreisen nur bei unaufschiebbaren Gründen.
    Daneben leiten Maßnahmen zur Sicherstellung der Liquidität ein, die machbar sind und keine größeren Spätschäden beinhalten. Wir bereiten uns auch darauf vor den gesamten Betrieb für zwei bis drei Wochen zu schließen (mit der Ausnahme von unverzichtbaren Einheiten). In Summe rechnen wir mit einem Umsatzrückgang von 20 bis 30 Prozent im Jahresverlauf.
    18.03.2020
  • Digitale Infrastruktur
  • Personalwesen
  • Wir haben einen Krisenplan aktiviert, den wir eigentlich lieber in der Schublade gelassen hätten. Ein Krisenstab hat schnell die ersten Maßnahmen beschlossen. Wir begegneten aber technischen Problemen. Um unsere Heimarbeit-Kapazitäten zu erhöhen, bestellten wir gebrauchte Notebooks. Schnell stellte sich aber heraus: Nicht alle unserer Mitarbeiter haben die Voraussetzungen, um eine gesicherte VPN-Verbindung herzustellen. Wir ermöglichten ihnen einen Zugang über das Firmenhandy oder einen Surf-Stick. Wir stellen zudem sicher, dass einige Programme wie z.B. Microsoft Teams notfalls auch ohne gesicherte Verbindung funktionieren. Die Tests führten Mitarbeiter immer Abends von zu Hause aus durch.
    17.03.2020
  • Produktion
  • Wir haben zwei komplett getrennte und isolierten Mannschaften für die wesentlichen Bereiche unseres Betriebs erstellt. Eine Mannschaft ist zwei Tage im Unternehmen während die andere zuhause ist. Nach zwei Tagen wechseln die Mannschaften.
    17.03.2020
  • Digitale Infrastruktur
  • Hygiene
  • Personalwesen
  • In unserer Kantine haben wir gestaffelte Zeiten eingeführt, um einen Mindestabstand gewährleisten zu können. Unsere Teams gehen rotierend ins Home Office. Die Möglichkeiten zur Heimarbeit haben wir ausgeweitet: Wir haben eine entsprechende Software eingeführt und Mitarbeiter können bei Bedarf auch Monitore mit nach Hause nehmen. Generell bemühen wir uns um eine offene und ehrliche Kommunikation. Diesem Ziel dient auch, dass wir eine zentrale Anlaufstelle eingerichtet haben, an die sich die Mitarbeiter wenden können.
    17.03.2020
  • Digitale Infrastruktur
  • Personalwesen
  • Uns geht es vor allem darum, die Produktion möglichst gut am Laufen zu halten – auch wenn wir selbstverständlich auch Home Office anbieten. Für uns hat Priorität, dass unsere Mitarbeiter gut informiert sind. Deshalb nutzen wir verstärkt das Intranet, um Informationen und Dokumente auszutauschen.
    16.03.2020
  • Geschäftsreisen
  • Hygiene
  • Personalwesen
  • Die Kernarbeitszeit wurde gelockert, damit Eltern ihre Kinder betreuen können. Dabei können sie auch ins Stundenminus rutschen. Daneben wollen wir unseren Beitrag leisten, mögliche Infektionsketten zu unterbrechen: Wir schütteln untereinander keine Hände mehr und begrenzen persönliche Besprechungen auf ein Minimum. In der Kantine kann sich niemand mehr selbst bedienen, auch das Besteck wird serviert. Geschäftsreisen werden in der Regel verschoben.
    16.03.2020
  • Hygiene
  • Personalwesen
  • In der Produktion arbeiten wir mit Wechselschichten. In der Verwaltung halten wir möglichst weit Abstand voneinander. Die Kantine ist geschlossen. Interne Seminare oder Besprechungen in größerer Runde sind abgesagt.
    16.03.2020
  • Geschäftsreisen
  • Alle Geschäftsreisen wurden abgesagt.
    16.03.2020
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