Strategie

Familienunternehmen am Arbeitsmarkt

Nicht zuletzt wegen der fortlaufenden digitalen Transformation sind Familienunternehmen auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen. Dabei können Sie auf ihren guten Ruf verweisen. Arbeitsplätze bei Familienunternehmen gelten als sicher und familienfreundlich, die Arbeitsatmosphäre und Karriereaussichten werden positiv bewertet. Das zeigen entsprechende Erhebungen der Stiftung Familienunternehmen.

 

 

Familienunternehmen als Arbeitgeber

Familienunternehmen haben ein gutes Image bei jungen Fach- und Führungskräften. Im Vergleich zu Nicht-Familienunternehmen werden sie von potenziellen Arbeitnehmern durchweg besser bewertet, etwa in Bezug auf Arbeitsatmosphäre, Karrieremöglichkeiten, Work-Life Balance. Das zeigt die Studienreihe „Deutschlands nächste Unternehmergeneration", die seit zehn Jahren für die Stiftung Familienunternehmen von der Technischen Universität (TU) München auf dem „Karrieretag Familienunternehmen“ durchgeführt wird. Sie gehört zu den umfangreichsten wissenschaftlichen Analysen im deutschsprachigen Raum. Den „Karrieretag Familienunternehmen“ haben die Stiftung Familienunternehmen und der Entrepreneurs Club 2006 ins Leben gerufen. Er findet seitdem zweimal im Jahr auf dem Gelände eines Familienunternehmens statt.

Insgesamt schneiden Familienunternehmen in neun von 14 Kriterien besser ab:

Stiftung Familienunternehmen | Einschätzung von Familienunternehmen im Vergleich zu großen Publikumsgesellschaften der Teilnehmer an den Karrieretagen Familienunternehmen 2013

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Eines der Themen, das in den Gesprächen zwischen den Personalverantwortlichen und den Bewerbern eine immer größere Rolle spielt, ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Eine Umfrage der TU München zeigt, dass dies unabhängig von Geschlecht und Alter ein entscheidendes Kriterium ist: Für mehr als 95 Prozent der auf dem Karrieretag Befragten ist dieser Aspekt „wichtig“ und „sehr wichtig“.

Wie soll der Arbeitgeber die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben konkret fördern und sicherstellen?

Familienunternehmen bieten eher individuelle Lösungen, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Der Maschinenbauer Trumpf hat etwa die Wochenarbeitszeit abgeschafft und das Jahr als maßgebliche Größe eingeführt. Das gibt den Arbeitnehmern mehr Flexibilität. In Abstimmung mit den betrieblichen Belangen können Arbeitnehmer die Wahlarbeitszeit zwischen 15 und 40 Stunden festlegen.

Das Pharma- und Medizintechnikunternehmen B. Braun in Melsungen gestattet den Mitarbeitern Auszeiten von bis zu fünf Jahren. Das gilt nicht nur für die Kindererziehung, sondern auch, wenn Ehepartner, Eltern oder Schwiegereltern pflegebedürftig werden. Wer seine Arbeitszeit aus diesen persönlichen Gründen um die Hälfte reduziert, bekommt trotzdem noch 65 bis 75 Prozent des Gehalts.

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