Fokus auf Gründungsgeist und Familienunternehmertum

Die Stiftung Familienunternehmen ist Gründungsmitglied des Bündnisses Ökonomische Bildung Deutschland (BÖB), das im September 2020 gegründet wurde. Das ehrenamtlich getragene Netzwerk vereint mittlerweile mehr als 100 Mitgliedsorganisationen, darunter Lehrkräfteverbände, Stiftungen, Wirtschaftsverbände und wissenschaftliche Einrichtungen. Gemeinsames Ziel ist es, die ökonomische Bildung in Deutschland zu stärken. Denn wirtschaftliche Kenntnisse und finanzielle Kompetenzen sind wichtige Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben und eine mündige Teilhabe an Wirtschaft und Gesellschaft.
Innerhalb des Bündnisses setzt sich die Stiftung Familienunternehmen insbesondere dafür ein, unternehmerisches Denken und Handeln sowie die Bedeutung von Familienunternehmen stärker in der schulischen Bildung zu verankern. Schwerpunkte sind die Entrepreneurship Education, das Unternehmerbild von Lehrkräften, die fachliche Lehrkräftebildung und die Berufsorientierung. Schülerinnen und Schüler sollen wirtschaftliche Zusammenhänge besser verstehen und unternehmerische Selbstständigkeit als berufliche Perspektive kennenlernen.
Studien der Stiftung als wissenschaftliche Grundlage
Gemeinsam mit dem BÖB hat sich die Stiftung dafür eingesetzt, die Geschichte der Familienunternehmen in Ostdeutschland und die langfristigen wirtschaftlichen Folgen von Enteignungen im Schulunterricht aufzugreifen. Auch bei der Verbreitung der 2025 veröffentlichten Studie „Das Unternehmerbild im Lehrerzimmer“, erstellt vom Institut für Ökonomische Bildung Oldenburg, haben Stiftung und Bündnis zusammengearbeitet. Die Untersuchung zeigt, wie Lehrkräfte Unternehmertum und Familienunternehmen wahrnehmen und welchen Stellenwert sie der unternehmerischen Bildung beimessen. Rund 85 Prozent der befragten Wirtschaftslehrkräfte finden, dass Wissen über Unternehmen und Unternehmertum Teil schulischer Ausbildung sein sollte. Zugleich macht die Studie deutlich, dass Entrepreneurship Education als Thema in die Lehrkräfteausbildung gehört und ihre stärkere Verankerung in den Lehrplänen wichtig wäre.
Forschungsergebnisse fließen in die politische Debatte ein
In seiner Stellungnahme vom 5. Oktober 2026 zur Finanzbildungsstrategie des Bundes begrüßt das BÖB den Referentenentwurf der Bundesregierung, spricht sich jedoch für ein umfassenderes Verständnis von Wirtschafts- und Finanzbildung aus. Dazu gehören neben Finanzkompetenzen auch unternehmerische Bildung, Berufsorientierung und eine bessere Qualifizierung von Lehrkräften. Im Handlungsfeld „Gründungskompetenz und Entrepreneurship-Bildung“ empfiehlt das Bündnis, Entrepreneurship Education in der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften zu stärken. Als wissenschaftliche Grundlage für diese Empfehlung führt das BÖB die Studie „Das Unternehmerbild im Lehrerzimmer“ der Stiftung Familienunternehmen an. Damit tragen die Forschungsergebnisse der Stiftung unmittelbar zur bildungspolitischen Diskussion über die Weiterentwicklung der Wirtschafts- und Finanzbildung bei.








