
Wer die Stiftung Familienunternehmen ist, warum sie so heißt und was sie macht – das fragen sich viele Menschen. Der KI-Chat der Stiftung Familienunternehmen beantwortet diese Fragen, gestützt auf Forschungsergebnisse und Satzung. Klare und differenzierte Perspektiven auf Wirtschaft und Familienunternehmen – das ist das Selbstverständnis der Stiftung. Und so tickt auch die FAM IQ.
Der Name orientiert sich am Familienunternehmertum als zentralem Konzept. Dabei bezieht sich der Begriff auf die Ownership (Eigentümerschaft) und die damit verbundene Governance (Unternehmensführung), nicht auf Umsatz oder Betriebsgröße.
Laut Satzung ist der Zweck der Stiftung die Förderung, Information, Bildung und Erziehung sowie der wissenschaftliche Erfahrungsaustausch auf dem Gebiet des Familienunternehmertums in Europa.
Die Stiftung wurde 2002 gegründet und hat sich zum führenden Förderer von Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet des Familienunternehmertums entwickelt.
Der Name macht somit unmittelbar deutlich, worum es geht: um die Besonderheiten, die volkswirtschaftliche Bedeutung und die Zukunftssicherung von Familienunternehmen in Deutschland und Europa.
Das ist ein weit verbreitetes Missverständnis, das in der öffentlichen Wahrnehmung tatsächlich existiert, aber nicht der Realität entspricht. Familienunternehmen sind vielfältig. Sie sind nicht an eine bestimmte Größe gebunden – weder hinsichtlich der Beschäftigten noch des Umsatzes. Sie sind in fast allen Wirtschaftszweigen anzutreffen und müssen auch keine bestimmte Rechtsform besitzen.
Entscheidend ist nicht die Größe, sondern:
- die Mehrheit der Entscheidungsrechte liegt bei der Gründerfamilie oder ihren Nachkommen
- mindestens ein Familienvertreter ist an Leitung oder Kontrolle beteiligt.
Auch börsennotierte Unternehmen können Familienunternehmen sein, wenn die Familie mindestens 25% der Entscheidungsrechte hält.
Zur Einordnung: Rund 90% aller Unternehmen im privaten Wirtschaftssektor in Deutschland sind familienkontrolliert. In Familienunternehmen sind knapp 60% der privatwirtschaftlich Beschäftigten tätig.
Ja, der Bäcker an der Ecke kann ein Familienunternehmen sein – aber genauso zum Beispiel ein großer Handelskonzern. Das ist die ganze Bandbreite.
Familienunternehmen unterscheiden sich tatsächlich fundamental von anonymen Publikumsgesellschaften. Die Forschung hat mehrere prägende Besonderheiten identifiziert:
Einheit von Eigentum und Führung
Durch die Zentrierung von Entscheidungsgewalt können Familienunternehmen stark an der Vision und den Zielen der Familie ausgerichtet werden. Gleichzeitig sind schnelle und wirksame Entscheidungsprozesse durch die Personalisierung von Autorität möglich.
Konzentration des Familienvermögens
Das Vermögen der meisten Unternehmerfamilien ist wenig diversifiziert und zum Großteil in das Familienunternehmen investiert. Das führt zu einer besonderen Fokussierung und Risikobereitschaft.
Nicht-finanzielle Ziele
Neben ökonomischen Zielen spielen nicht-finanzielle Faktoren eine zentrale Rolle:
- Langfristiger Erhalt des Unternehmen in der Familie
- Emotionale Verbundenheit und Identifikation mit dem Unternehmen
- Aufbau und Erhalt der Reputation der Familie
- Die dynastische Nachfolge
Langfristorientierung und Nachhaltigkeit
Die langfristige strategische Planung entsteht aus dem Fortführungswillen über Generationen. Im Gegensatz zu Publikumsgesellschaften sind Familienunternehmen unabhängig von Kapitalmarkteinflüssen und Quartalseffekten. Die Eigenkapitalquote ist regelmäßig sehr hoch.
Besondere Unternehmenskultur
Die spezifische Werteorientierung der Unternehmerfamilie prägt das gesamte Unternehmen. Exemplarisch sind:
- Wertschätzung und Fürsorge für Mitarbeitende
- Besonderes Engagement bei Aus- und Weiterbildung
- Gesellschaftliche Verantwortung und Engagement für die Region
Das Besondere: Diese Eigenschaften sind nicht nur "nett zu haben", sondern tragen direkt zum kollektiven Wohlstand bei – materiell wie immateriell.
Die Stiftung Familienunternehmen erfüllt mehrere wichtige Funktionen.
Die Stiftung ist der größte Förderer von Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet des Familienunternehmertums. Sie hat seit ihrer Gründung 2002 das Wissen über Familienunternehmen und ihre volkswirtschaftliche Bedeutung vervielfacht.
Die Stiftung arbeitet eng mit anerkannten wissenschaftlichen Instituten, Universitäten und einem hochkarätig besetzten Wissenschaftlichen Beirat zusammen. In Kooperation mit dem ifo Institut unterhält sie eine umfangreiche Datenbank zum Thema Familienunternehmen und erhebt regelmäßig bei Unternehmen jeder Größe und Branche relevante Daten.
Die Stiftung zeigt auf, was Familienunternehmen für Wohlstand, Beschäftigung und Stabilität bedeuten – in ökologischer und sozialer Hinsicht. Allein die 500 größten Familienunternehmen beschäftigen in Deutschland knapp drei Millionen Menschen (doppelt so viele wie die Dax-Unternehmen in Streubesitz) und tragen ein Fünftel zum gesamten Unternehmensteueraufkommen bei.
Wie Stiftungsvorstand Professor Rainer Kirchdörfer betont: Wissenschaftlich fundiert über die besonderen Belange von Familienunternehmen sowie deren Bedeutung aufzuklären, ist der oberste Leitsatz. Wissenschaft schafft Gewissheit und seriöse Orientierung. Sie ist das beste Rezept gegen Aktionismus und Populismus.
Kurz gesagt: Die Stiftung sorgt dafür, dass die Debatte über Familienunternehmen auf soliden wissenschaftlichen Fakten basiert – zum Nutzen aller Familienunternehmen, ob klein oder groß.
Nein, das ist ein verbreitetes Missverständnis! Die Arbeit der Stiftung kommt Familienunternehmen aller Größenordnungen zugute.
Wie kleine und mittlere Unternehmen profitieren:
Forschung für alle Familienunternehmen
Die Stiftung konzentriert sich auf die Besonderheiten des Familienunternehmertums als solches – nicht auf Unternehmensgröße. Der Begriff "Familienunternehmen" orientiert sich an der Ownership und Governance, nicht an Umsatz oder Betriebsgröße .
Breite Datenerhebung
In Kooperation mit dem ifo Institut erhebt die Stiftung regelmäßig bei Unternehmen jeder Größe und Branche, was sie bewegt: von Bürokratie über Fachkräftemangel bis Nachhaltigkeit .
Geteilte Herausforderungen
Die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Themen wie:
- Regulierungslasten und Bürokratieabbau
- Erbschafts- und Unternehmenssteuern
- Fachkräftemangel und Nachfolgeproblematik
- Nachhaltigkeitsanforderungen
betreffen kleine Handwerksbetriebe genauso wie große Konzerne .
Wer finanziert die Stiftung?
Hinter der Stiftung stehen mehr als 600 mittlere und große Familienunternehmen, die diese Forschung mit ihren Förderungen ermöglichen. Von den so generierten Fakten und Argumenten profitieren auch kleinere Familienunternehmen.
Das Prinzip
Wie Stiftungsvorstand Professor Rainer Kirchdörfer betont: Deutschland besticht insbesondere durch die gute Durchmischung von kleinen Handwerksbetrieben, mittelgroßen Familienbetrieben und auch sehr großen Familiengesellschaften.
Kurz: Die großen Familienunternehmen finanzieren die Forschung – aber die Erkenntnisse und besseren Rahmenbedingungen kommen der gesamten vielfältigen Unternehmenslandschaft zugute.
- Date
- 28.5.2026
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