Prof. Hennerkes beim "Tag des deutschen Familienunternehmens"
München, 23.06.2017

Stiftung Familienunternehmen – Deutschland braucht eine Unternehmenssteuerreform

Die Stiftung Familienunternehmen fordert die Parteien im Bundestagswahlkampf auf, überzeugende Steuerkonzepte vorzulegen. „Ein bisschen Drehen am Einkommensteuertarif genügt nicht. Sondern es bedarf vor allem einer Unternehmenssteuerreform, die Investitionen und Innovationen in Deutschland international wettbewerbsfähig macht“, sagte Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Brun-Hagen Hennerkes, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung. Dies liege im Interesse der Unternehmer, ihrer Arbeitnehmer und letztlich unserer gesamten Gesellschaft, führte er anlässlich des „Tags des deutschen Familienunternehmens“ in Berlin aus.

Gleichzeitig warnte Hennerkes vor falschen Weichenstellungen. Dass neben der Union mittlerweile auch die SPD Abstand von einer Vermögensteuer genommen hat, sei zwar zu begrüßen. Allerdings sei es aus Sicht der Familienunternehmen unverständlich, dass die Sozialdemokraten eine Abkehr vom gerade erst gemeinsam beschlossenen Erbschaftsteuerkompromiss verkünden. „Die SPD muss wissen, dass der Generationswechsel bei größeren Familienunternehmen Rechtssicherheit über einen langen Zeitraum benötigt“, so Hennerkes.

Die steuerliche Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands gewinnt vor dem Hintergrund internationaler Entwicklungen an Bedeutung. Substanzsteuern wie die Vermögen- oder Erbschaftsteuer sind global bereits seit einiger Zeit auf dem Rückzug, wie eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim im Auftrag der Stiftung kürzlich nachgewiesen hat. Auch sei die Effektivsteuerbelastung von Unternehmen durch Körperschaft- und Gewerbesteuer in Deutschland seit 2009 um gut zwei Prozent gestiegen, während sie im EU-Durchschnitt um fünf Prozent zurückging, heißt es weiter vom ZEW. Großbritannien und die USA hatten zuletzt in Aussicht gestellt, ihre Unternehmenssteuern deutlich zu senken, um Investitionen ins jeweilige Land zu locken.

Über Fragen der internationalen Ordnung sowie über den Standort Deutschland diskutieren am „Tag des deutschen Familienunternehmens“ rund 350 Gesellschafter aus dem Kreis der größten Familienunternehmen mit führenden Politikern. Das Treffen wird alljährlich von der Stiftung Familienunternehmen in Berlin ausgerichtet und findet in diesem Jahr vom 22. bis 24. Juni statt. Als Gastredner der Veranstaltung sprechen unter anderem Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble, FDP-Bundesvorsitzender Christian Lindner, der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags, Dr. Norbert Röttgen, sowie der Bundesminister a. D. Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg.

Weitere Informationen:

Maria Krenek
Referentin Kommunikation

Stiftung Familienunternehmen
Prinzregentenstraße 50
D-80538 München

Tel.: +49 (0) 89 / 12 76 400 03

krenek(at)familienunternehmen.de
Internet: www.familienunternehmen.de

Georg Blaha
Kommunikation und Programme

Stiftung Familienunternehmen
Prinzregentenstraße 50
D-80538 München

Telefon: + 49 (0) 89 / 12 76 400 01

E-Mail: blaha(at)familienunternehmen.de
Internet: www.familienunternehmen.de
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok
Datenschutzerklärung