Meldungen


München, 28.11.2022

TechForum: Neue Ideen treffen auf Marktzugang und Kompetenz

Mehr Kontakt, mehr Synergien, mehr praxisnahen Austausch zwischen Familienunternehmen, Wissenschaftlern und aufstrebenden Start-ups schaffen – das ist die Botschaft des TechForums. Am 24. und 25. November 2022 hat es zum zweiten Mal sehr erfolgreich stattgefunden. Das Format haben die Stiftung Familienunternehmen und UnternehmerTUM, gemeinsam initiiert. Rund 200 Gesellschafter von Familienunternehmen und Gründer von Start-ups trafen sich im Munich Urban Colab, einem Kreativzentrum für Zukunftsfragen und Smart-City-Lösungen.


München, 27.11.2022

Arbeitnehmerrechte auch in der SE geschützt

Zur Weiterentwicklung der Verhandlungslösung

Sind die Mitbestimmungsrechte der deutschen Belegschaft bei Umwandlung in eine SE geschützt? Oder besteht Handlungsbedarf, wie es der Koalitionsvertrag der aktuellen Ampelregierung angekündigt hat? Dies hat die Stiftung Familienunternehmen in einem aktuellen Gutachten untersuchen lassen. Autor ist Professor Christoph Teichmann von der Universität Würzburg, Experte sowohl für deutsches als auch europäisches Handels- und Gesellschaftsrecht.


München, 31.10.2022

Deutschland bei Verrechnungspreisverfahren nicht professionell

Ökonomie und Reformoptionen

Schlechte Noten für die deutschen Finanzbehörden: Vorabverständigungen über Verrechnungspreise fehlen, Verfahrensdauern sind zu lang und Transparenz ist nicht gegeben. Im internationalen Vergleich befindet sich die Bundesrepublik mit ihrer Praxis rund um Verrechnungspreisverfahren noch immer im Rückstand. Das zeigt eine aktuelle empirische Studie der Stiftung Familienunternehmen.


München, 24.10.2022

Mehr Effizienz und neue Energiequellen
als Ausweg aus der Krise

Die Familienunternehmen in Deutschland sind von der Gas- und Strompreiskrise schwer getroffen. Immer mehr von ihnen müssen wegen der hohen Energiepreise geplante Projekte zurückstellen und teils sogar schon Produktionen aufgeben oder verlagern. Viele sehen sich zudem gezwungen, Personal abzubauen. Das ist aber nicht die einzige Konsequenz aus der ernsten Situation. 82 Prozent wollen Investitionen in Energieeffizienz umsetzen oder haben dies schon getan. 48 Prozent wechseln zu anderen Energieträgern oder planen das.


München, 12.10.2022

Deutschland erstickt in Regulierungen

Schlechte Standortbedingungen nicht nur bei Energie

Deutschland rutscht im Vergleich der Industrienationen beim Thema Regulierung weiter ab: von Rang 14 auf Rang 19 von 21. Nur Spanien und Tschechien schneiden noch schlechter ab. Auf den Spitzenplätzen liegen die USA, Kanada, Irland und Japan.


München, 09.09.2022

Umfrage: Ausgebremst vom Fachkräftemangel

Familienunternehmen setzen auf Bildung und Entscheidungen der Politik

Aufträge können nicht bearbeitet werden, die Personalkosten steigen rasant, und die Belegschaften ächzen unter der Mehrarbeit. Familienunternehmen und Nicht-Familienunternehmen sind vom Fachkräftemangel gleichermaßen betroffen, und zwar flächendeckend in Deutschland, in allen Branchen – und so, dass es weh tut. Weiterbildung, flexiblere Arbeitszeiten und bessere Bezahlung heißen die bevorzugten Gegenmaßnahmen bei den Familienunternehmen. Vor allem warten die Betriebe auf die politischen Entscheidungen, die schon im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung formuliert, aber noch nicht umgesetzt wurden.


München, 04.08.2022

Kein Ostnachteil mehr
bei deutschen Standorten

Standortfaktoren innerhalb Deutschlands im Vergleich

Bayern und Sachsen sind Spitzenreiter beim erstmals ermittelten Bundesländerindex der Stiftung Familienunternehmen. Er untersucht und vergleicht Standortbedingungen für diesen Unternehmenstyp. Im föderalen System werden sie zu einem guten Teil von der jeweiligen Landespolitik bestimmt.


München, 21.07.2022

Die Gaskrise trifft diese Branchen am stärksten

Sonderstudie zum Länderindex Familienunternehmen

Eine Branchenanalyse der Stiftung Familienunternehmen zeigt eindeutig auf, für welche Branchen der deutschen Industrie bei einer Gasrationierung das größte Schadenpotenzial besteht. Dies wären an erster Stelle die Metallerzeugung und -bearbeitung, die Chemie und die Papierindustrie (siehe Grafik).


München, 20.07.2022

Börsennotierte Familienunternehmen erfolgreicher

Die börsennotierten Familienunternehmen in Europa wirtschaften langfristiger und erfolgreicher als Nicht-Familienunternehmen. Die Performance ist umso besser, je größer der Einfluss der Gründerfamilie. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Börsennotierte Familienunternehmen in Europa“ der Stiftung Familienunternehmen. Sie wurde verfasst von einem internationalen Forscherteam unter der Leitung von Prof. Dr. Marc Steffen Rapp, Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Marburg.


München, 11.07.2022

Die Einführung einer Vermögensteuer
wäre riskant

Die Wiedereinführung einer Vermögensteuer in Deutschland ist eine immer wieder geäußerte Forderung – ob mit Blick auf bestimmte Finanzierungsengpässe des Staates oder im Rahmen der Umverteilungspolitik.

Doch die verfassungsrechtlichen Risiken sind nicht zu unterschätzen. Die Eigentumssubstanz darf nicht angegriffen werden, die Leistungsfähigkeit der Unternehmen nicht beschädigt. Wer aber bei der Steuererhebung das Produktivvermögen verschonen will, muss sehr umsichtig vorgehen, will er Rechtssicherheit gewährleisten.


München, 28.06.2022

Kein Standort bei Energie
so verletzlich wie Deutschland

Sonderstudie zum Länderindex Familienunternehmen

Deutschland wird beim Strom zu einer Hochpreisinsel. Wegen dieser Preisnachteile und hoher Importrisiken bei Energie verschlechtert sich die Wettbewerbsfähigkeit des Landes. Gerade für energieintensive Branchen wird der Standort sehr unattraktiv. Zu diesen drei Ergebnissen kommt eine neue Preis- und Risiko-Analyse der Stiftung Familienunternehmen. Angefertigt wurde sie vom ZEW Mannheim. Genutzt wurde der Werkzeugkasten des „Länderindex Familienunternehmen“, der regelmäßig unter der Leitung von Professor Friedrich Heinemann (ZEW) für 21 Länder erstellt wird.


München, 30.05.2022

Familiengesellschafter gefangen in Deutschland

Familiengesellschafter gefangen in Deutschland – Dringender Reformbedarf bei der reformierten Wegzugsbesteuerung

Unternehmerfamilien und all ihre Mitglieder bewegen sich international – zur Ausbildung, im Laufe ihrer Karriere oder aus privaten Gründen. Doch wer Anteile an Familienkapitalgesellschaften hält, ist in seiner Bewegungsfreiheit massiv eingeschränkt. Denn ein längerer Auslandsaufenthalt oder ein Wegzug führen meist zu einer sofortigen Steuerbelastung in Deutschland – und zwar in vielen Fällen einer prohibitiv hohen.


München, 26.04.2022

Die EU verstößt gegen das Demokratieprinzip

Die EU hat für den Erlass von Nachhaltigkeitsstandards ein Verfahren gewählt, das gegen die EU-Verträge verstößt. Es geht um die geplante Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), also die Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung. Die dafür nötigen Standards müssten eigentlich zwischen Parlament und Rat diskutiert werden. Die Rechtssetzung ist aber an die EU-Kommission delegiert worden. Selbst diese legt nur wenige Kernpunkte fest und verweist die Details an eine externe Organisation. Diese „Efrag“ (European Financial Reporting Advisory Group) ist eine private Beratungsgesellschaft unter dem Einfluss von Interessengruppen.


München, 11.04.2022

Staaten müssen Handelsbarrieren abbauen

Anforderungen an neue Instrumente aus Sicht von Familienunternehmen

Die Staaten sollten in der Handelspolitik enger zusammenrücken und Handelsbarrieren beseitigen. Dies ist die richtige Antwort der Europäischen Union (EU) auf die neue geopolitische Realität. So heißt es in der Studie „Europäische Handelspolitik im Dienste der Geopolitik“, herausgegeben von der Stiftung Familienunternehmen. Sie wurde verfasst von Professor Gabriel Felbermayr, Direktor des österreichischen Wirtschaftsforschungsinstituts Wifo.


München, 29.03.2022

Preise steuern besser als der Staat –
Wissenschaftler fordern Konzept der Eigenverantwortung und Freiheit

Jahresheft des Wissenschaftlichen Beirats der Stiftung Familienunternehmen
Familienunternehmen sind für klare staatliche Regeln und für die soziale Marktwirtschaft. Gerade in Ausnahmesituationen wie der Finanzmarktkrise, der Corona-Pandemie und jetzt angesichts eines Krieges in Europa ist staatliches Eingreifen nötig. Doch wann wird staatliche Regulierung zu Dirigismus? Ist verantwortliches Unternehmertum möglich, wenn sich wirtschaftliches Handeln ständig an abstrakten moralischen Kategorien messen lassen muss?

München, 07.02.2022

Vor 50 Jahren „freiwillig enteignet“

Das Ende der Familienunternehmen in der DDR wirft bis heute Schatten

Es war der 8. Februar 1972. Der Beschluss im Politbüro des Zentralkomitees der SED fiel streng geheim. Die SED-Führung verlangte die Umwandlung der letzten privaten und halbstaatlichen Unternehmen der DDR in volkseigene Betriebe. Die Familiennamen sollten getilgt, die stolze Tradition ausgelöscht werden. Als Kaufpreis war eine geringe Entschädigung vorgesehen.