Stiftung Familienunternehmen: Zypern-Rettung sät  Misstrauen in die Währung
Berlin, 17.04.2013

Stiftung Familienunternehmen: Zypern-Rettung sät Misstrauen in die Währung

Vor den gravierenden Folgen der Zypern-Rettung für das Vertrauen in den Euro hat der Vorstand der Stiftung Familienunternehmen, Prof. Dr. Dr. h.c. Brun-Hagen Hennerkes, gewarnt. „Wer alle Sparer ab einer bestimmten Grenze zur Verantwortung zieht, der tut etwas Schwerwiegendes: Er sät Misstrauen gegenüber der Verlässlichkeit von Geld. Das ist eine schlimme Hypothek für künftige Finanzkrisen“, erklärte er auf der WELT-Währungskonferenz, veranstaltet von der Stiftung Familienunternehmen und der Tageszeitung „Die Welt“. Nicht umsonst räume so mancher Konteninhaber in Deutschland derzeit sein Bankguthaben.

Die Zypern-Rettung vermische fahrlässig die Rollen des Anteilseigners einer Bank und die eines Kontobesitzers. Der Kontoinhaber wolle in erster Linie am Zahlungsverkehr teilnehmen und müsse geschützt werden. Die Position eines Bank-Teilhabers oder Anleihe-Käufers, der mit seiner Anlage von den erhöhten Ausschüttungen und Zinserträgen profitiere, sei anders zu bewerten. „Es ist nur richtig, wenn er – und nicht der Steuerzahler – auch für den Verlust geradestehen muss“, sagte Hennerkes.

Die Familienunternehmen wünschten sich ein reibungslos funktionierendes System der Gemeinschaftswährung. „Wir brauchen eine Währung, deren offene und deren verdeckte Kosten die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Familienunternehmen keinesfalls in ihrem Kern tangiert“, forderte er.
Andre Tauber
Leiter Kommunikation

Stiftung Familienunternehmen
Prinzregentenstraße 50
D-80538 München

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