Familienunternehmen: Energie und Europa als drängende Handlungsfelder
München, 23.09.2013

„Klarer Wählerauftrag heißt keine faulen Kompromisse.“
Stiftung Familienunternehmen zur Bundestagswahl

„Die Union verdankt ihren Wahlerfolg der großen persönlichen Glaubwürdigkeit von Angela Merkel“, zieht Prof. Dr. Dr. h.c. Brun-Hagen Hennerkes, Vorstand der Stiftung Familienunternehmen, als Fazit der Bundestagswahl. „Es gibt einen klaren Wählerauftrag an die Union. Deshalb darf sie bei den Koalitionsverhandlungen keine faulen Kompromisse eingehen. Die Familienunternehmen beobachten mit größter Aufmerksamkeit, ob die wirtschaftliche Freiheit erhalten bleibt, die Deutschland für seine Konkurrenzfähigkeit braucht.“

Die neue Regierung hat gute wirtschaftliche Aussichten: „Ökonomen erwarten für 2014 ein Wachstum von fast zwei Prozent im Jahr und weiter steigende Steuereinnahmen. Das eröffnet der neuen Bundesregierung einen Spielraum, der über einen ausgeglichenen Haushalt hinausgeht. Sie kann endlich beginnen, wie einzelne Bundesländer die Staatsschulden abzubauen. Und sie muss gleichzeitig die wirtschaftliche Regulierung reduzieren“, fordert Hennerkes.

Bei den Energiekosten verlangen die Familienunternehmen, dass die Regierung schnell handelt: „Familienunternehmen benötigen für Erfolge im internationalen Wettbewerb eine sichere und eine preiswerte Energieversorgung. Aus dem Anschub der erneuerbaren Energien ist eine Dauersubvention entstanden, die Marktkräfte zu großen Teilen ausschaltet. Aus diesem Teufelskreis muss die neue Bundesregierung ausbrechen: Sie muss die deutsche Energiewende europäisch einbetten, die EEG-Umlage deckeln und die Förderung der erneuerbaren Energien, den Netzausbau und die Absicherung der Grundlast aufeinander abstimmen.“

Eine politische Neuausrichtung steht auch in der Europapolitik an: „Das Mantra, der Weg aus der Schuldenkrise führe nur über weiteren Zentralismus in Europa, hat ausgedient. Großbritannien und die Niederlande fordern bereits, den Aufgabenkatalog der EU-Kommission zu überprüfen“, erklärt Hennerkes. „Der Grundsatz muss heißen, ‚Europäisch, wenn nötig, national und regional, wenn möglich‘. Vieles können die Mitgliedsstaaten genauso gut oder noch besser in Eigenregie erledigen. Die Familienunternehmen erwarten, dass Kanzlerin Merkel diesen Reformkurs in Europa vorantreibt.“

Die gemeinnützige Stiftung Familienunternehmen verfolgt drei wesentliche Ziele: Die Förderung des Austausches von Familienunternehmern, die Unterstützung von Forschungsaktivitäten und -institutionen, die sich mit diesem besonderen Unternehmenstypus befassen, und die Verbesserung der Wahrnehmung der Familienunternehmen in der Politik sowie der breiten Öffentlichkeit. Zudem ist die Stiftung Ansprechpartner für politische Entscheidungsträger zur Berücksichtigung der besonderen Belange dieses Unternehmenstyps in rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftspolitischen Fragestellungen.
Andre Tauber
Leiter Kommunikation

Stiftung Familienunternehmen
Prinzregentenstraße 50
D-80538 München

Telefon: +49 (0) 89 / 12 76 400 06

E-Mail: tauber(at)familienunternehmen.de
Internet: www.familienunternehmen.de

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