Die TOP 500 Familienunternehmen bauen Beschäftigung in Deutschland um 23 Prozent aus. Dax-Konzerne im Streubesitz schaffen nur ein Plus von vier Prozent.
München, 29.04.2019

Die TOP 500 Familienunternehmen bauen Beschäftigung in Deutschland um 23 Prozent aus. Dax-Konzerne im Streubesitz schaffen nur ein Plus von vier Prozent.

Familienunternehmen sind die Jobmotoren der deutschen Volkswirtschaft. Sie haben in den vergangenen Jahren mehr Arbeitsplätze geschaffen als die Dax-Konzerne im Streubesitz. Das zeigt eine Studie, die vom ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung und dem Institut für Mittelstandsforschung (ifm) der Universtität Mannheim im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen erstellt wurde.

Demnach haben die größten 500 Familienunternehmen Deutschlands zwischen 2007 und 2016 die Beschäftigung in Deutschland um 23 Prozent auf 2,54 Millionen ausgebaut. Die 27 Dax-Unternehmen, die keine Familienunternehmen sind, konnten die Beschäftigung hingegen nur um vier Prozent auf 1,55 Millionen steigern. Auch gemessen am Umsatz wuchsen die TOP 500 Familienunternehmen stärker als die 27 Dax-Konzerne. Sie steigerten ihren konzernweiten Umsatz zwischen 2007 und 2016 um 36 Prozent. Die 27 Dax-Konzerne erreichten dagegen nur ein Umsatzwachstum von 29 Prozent.

 

Entwicklung Inlandsbeschaeftigung

 

„Familienunternehmen sind in schwierigen Zeiten der Stabilitätsanker der deutschen Volkswirtschaft“, sagt Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Brun-Hagen Hennerkes, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Familienunternehmen. „In Staaten wie China, den USA und Frankreich werden wir um unsere Familienunternehmen beneidet. Wir müssen diese einzigartige Unternehmenslandschaft bewahren. Eine Europa umfassende Industriepolitik muss die deutschen Familienunternehmen angemessen berücksichtigen.“

Hennerkes weiter: „Familienunternehmen verlangen keine Subventionen und wünschen keine Bevorzugung, sie benötigen aber faire Wettbewerbsbedingungen. Hier gibt es erheblichen Handlungsbedarf.“ Schon im aktuellen „Länderindex Familienunternehmen“ war Deutschland vor allem wegen vergleichsweise hoher Steuern und Energiekosten um vier Plätze auf Rang 16 von 21 untersuchten Industrienationen zurückgefallen.

Die Studie „Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Familienunternehmen“ zeigt: Die großen, international tätigen Familienunternehmen prägen die deutsche Unternehmenslandschaft. 43 Prozent der Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 50 Millionen Euro sind Familienunternehmen. Viele beherrschen technologische Nischen und sind Weltmarktführer. 58 Prozent der in der Privatwirtschaft Beschäftigten arbeiten in einem Familienunternehmen. Sie erwirtschaften 52 Prozent des Umsatzes aller Unternehmen. 90 Prozent der Unternehmen in Deutschland werden von Familien kontrolliert, 86 Prozent der Unternehmen sind eigentümergeführt.

 

Grafik volkswirtschaftliche Bedeutung

 

Mehr als 90 Prozent aller Unternehmen in Deutschland sind Familienunternehmen. Die gemeinnützige Stiftung Familienunternehmen setzt sich für den Erhalt dieser Familienunternehmenslandschaft ein. Sie ist der bedeutendste Förderer wissenschaftlicher Forschung und Ansprechpartner für Politik und Medien in wirtschaftspolitischen, rechtlichen und steuerlichen Fragestellungen. Die 2002 gegründete Stiftung wird mittlerweile getragen von über 500 Firmen aus dem Kreis der größten deutschen Familienunternehmen.

Weitere Informationen:

Andre Tauber
Leiter Kommunikation

Stiftung Familienunternehmen
Prinzregentenstraße 50
D-80538 München

Telefon: +49 (0) 89 / 12 76 400 06
Mobil: +49 (0) 172 / 63 190 09

E-Mail: tauber(at)familienunternehmen.de
Internet: www.familienunternehmen.de


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