Energieimportrisiko und Preiseffekte der Energiekrise Deutschlands im internationalen Vergleich

Energieimportrisiko und Preiseffekte der Energiekrise Deutschlands im internationalen Vergleich
Einschätzung zu den Energiepreisen für Familienunternehmen
Material zum Thema Energiepreise

Energieimportrisiko und Preiseffekte der Energiekrise Deutschlands im internationalen Vergleich

Deutschland wird beim Strom zu einer Hochpreisinsel. Wegen dieser Preisnachteile und hoher Importrisiken bei Energie verschlechtert sich die Wettbewerbsfähigkeit des Landes. Gerade für energieintensive Branchen wird der Standort sehr unattraktiv.

Zu diesen drei Ergebnissen kommt eine Preis- und Risiko-Analyse der Stiftung Familienunternehmen. Angefertigt wurde sie von Professor Friedrich Heinemann vom ZEW Mannheim. Die Studie „Die Energiekrise im Standortvergleich: Preiseffekte und Importrisiken“ nimmt 16 EU-Länder in den Blick, sowie die USA, Kanada, Japan, Großbritannien und die Schweiz. Sie untersucht zum einen die Preiseffekte bei Strom, die bis zum ersten Quartal 2022 bereits messbar waren. Zum anderen misst sie für die Jahre 2018 bis 2020 die Abhängigkeit von Energieimporten aus unzuverlässigen Lieferländern – insbesondere aus dem russischen Einflussgebiet.

Studienautor Professor Friedrich Heinemann fasst die Studienergebnisse zusammen: „Die Preiseffekte der Energiekrise bei Strom und Gas sind weitgehend auf europäische Standorte beschränkt. Innerhalb Europas gibt es markante Unterschiede. Deutschland wird zusammen mit den Niederlanden immer stärker zu einer Hochpreisinsel. Die Analyse der Energieimportrisiken führt zu einem sehr differenzierten Bild, bei dem sich ebenfalls eine ungünstige Bewertung des deutschen Standorts ergibt. Deutschland und Italien weisen im G7-Vergleich eine besondere Verwundbarkeit für eine weitere Eskalation der Energiekrise auf.“

Professor Rainer Kirchdörfer, Vorstand der Stiftung Familienunternehmen, stellt fest: „Einige Forscher haben seit Kriegsausbruch in der Ukraine versucht, die Folgen eines Embargos oder eines russischen Lieferstopps abzuschätzen. Unsere Studie zeigt nun, wie verletzlich Deutschland schon vor Beginn des Krieges war. Die Wettbewerber in Übersee haben kein Problem. Und die Wettbewerber in Europa können angesichts geringerer Verbrauchsmengen rascher umschichten. Die Politik sollte den Konsequenzen für die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Familienunternehmen ins Auge sehen und handeln.“

 

Einschätzung zu den Energiepreisen für Familienunternehmen

Repräsentative Umfrage unter 1.100 teilnehmenden Unternehmen zu den Energiepreisen in Deutschland. Erstellt vom ifo-Institut im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen.

 

Welche Energieträger nutzt Ihr Unternehmen? (Mehrfachantworten)

 

Erwartete Hauptbelastung aus den Energiepreissteigerungen

 

Maßnahmen auf die steigenden Energiekosten

 

Befürworten Sie konkrete Maßnahmen zur Begrenzung der Energiekosten?

 

Welche Maßnahmen sind zielführend, um die int. Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen zu erhöhen? (2 Nennungen)

 

Versorgungssicherheit