Wie man Deutschland retten kann
Am Morgen hatte man ihn noch im „Ronzheimer“-Podcast gehört (Ist Deutschland noch zu retten?), um zehn Uhr saß er im Konferenzraum der Stiftung Familienunternehmen in München am Tisch. Der Ökonom Hans-Werner Sinn ist als Teil des Wissenschaftlichen Beirats der Stiftung eine wichtige Stimme.







München, den 27. Oktober 2026. Auch hier wird nicht weniger als die Zukunft Deutschlands verhandelt. Zweimal im Jahr trifft sich der Wissenschaftliche Beirat der Stiftung Familienunternehmen und diskutiert leidenschaftlich über wissenschaftliche Fragen, neue Evidenz, wirtschaftspolitische Konzepte. Diesmal stand China im Mittelpunkt, aber gesprochen wurde auch über Wege zu mehr Produktivität, besserer Vermögensbildung oder kluger Arbeitsmarktderegulierung.
Professor Rainer Kirchdörfer als Vorstand der Stiftung Familienunternehmen berichtete dem Beirat über seine Rolle bei einer Anhörung vor dem Bundesverfassungsgericht am 13. Oktober. Als geladener sachverständiger Dritter durfte er in Karlsruhe, auch auf Basis von Studien der Stiftung, die Auswirkungen der Erbschaftsteuergesetzgebung auf das Betriebsvermögen und damit die Zukunftsfähigkeit von Familienunternehmen schildern.
Der Experte Jacob Gunter vom Mercator Institute for China Studies in Berlin präsentierte im Anschluss seine Sicht auf Wirtschaftspolitik und Industriestrategie Chinas. Das umfangreiche Zahlenwerk hinterließ Wirkung in der Runde. Gunter sagte: „China spielt Poker, nicht Schach.“ Aber er ermutigte Europa, auf eigene Stärken zu schauen, auch auf den Teil der Handelsbeziehungen, die immer noch gut sind, und sich Konflikten mutig zu stellen.
Der Beirat ist ein beratendes Gremium, überwacht die wissenschaftliche Arbeit der Stiftung Familienunternehmen und gibt Impulse. Es stößt Debatten an und vertieft sie. Es publiziert Aufsätze und Thesenpapiere zu aktuellen Herausforderungen für Familienunternehmen und den Standort.
Die Beiräte begrüßten am Dienstag erstmals Professor Marietta Auer in ihrer Runde. Die Direktorin am Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie in Frankfurt am Main ist seit 1. August 2026 Teil des Gremiums. Zu ihm zählen außerdem die Ökonomen Professor Gabriel Felbermayr, Professor Clemens Fuest und Professor Hans-Werner Sinn sowie die Rechtwissenschaftler Professor Udo Di Fabio und Professor Kay Windthorst. Geleitet wird der Beirat von Professor Rainer Kirchdörfer.
Fotos © Stiftung Familienunternehmen / Thorsten Jochim, 2026







