Adjust the compass towards competitiveness
- Herausgeber
- Stiftung Familienunternehmen
- Veröffentlichung
- München, 2026
- Institut
- Edelman Intelligence
ifo Institut
Zum zweiten Mal hat die Stiftung Familienunternehmen eine große Europa-Umfrage unter Familienunternehmen (80 Prozent) und Nichtfamilienunternehmen in Auftrag gegeben, diesmal gleich bei 2100 Wirtschaftsführern in sieben europäischen Ländern: Deutschland, Frankreich, Italien, die Niederlande, Polen, Schweden und Spanien.
Wie blicken die Unternehmen auf Europa als Markt und Standort, auf die europäischen Institutionen, aber auch auf Themen wie künstliche Intelligenz oder die nachfolgende Unternehmergeneration? Die Umfrage wurde durchgeführt von Edelman Intelligence (siehe Umfrage) unter Mitwirkung des ifo Instituts (siehe Sonderauswertung).
Wie positiv blicken die Unternehmen in den sieben EU-Ländern in die Zukunft?
Mit Blick auf das nächste Jahr sagt immerhin die Hälfte der Befragten, dass ihr Unternehmen am Ende besser dastehen wird; in Deutschland sind es allerdings nur 46 Prozent. Vergrößert man den Horizont auf die nächsten fünf Jahre, ist der Optimismus größer: im Schnitt 68 Prozent erwarten eine bessere Lage für ihr Haus.
Ist die Europäische Union aus Sicht der Befragten in den vergangenen zwei Jahren attraktiver geworden?
Da sind die Meinungen ziemlich gleichmäßig verteilt unter „attraktiver“, „weniger attraktiv“ und „keins von beidem“. Auffällig ist, dass in Deutschland, Schweden und Polen mehr negative Nennungen zu finden sind. Dennoch haben die Unternehmen weiter in der EU investiert, ihr Heimatland eingeschlossen.

Welche Faktoren könnten die Investitionen in der EU in der Zukunft beflügeln?
Da konnten die Befragten unter verschiedenen Antwortoptionen wählen. Die häufigsten Nennungen entfielen auf: niedrigere Unternehmenssteuern, Wirtschaftswachstum und weniger regulatorische Anforderungen.

Wie hoch sind die Kosten der Befolgung von Gesetzen und Vorschriften (Compliance) gemessen am Umsatz der Unternehmen?
Diese werden teilweise erschreckend hoch eingeschätzt. Über alle sieben Länder hinweg, beziffern 26 Prozent der Befragten diese Kosten auf mehr als 7 Prozent vom Umsatz. In Deutschland wählten sogar 34 Prozent diese Antwort. Die Unternehmen sind übrigens nicht besonders optimistisch, dass sich an dieser Last etwas ändert, allen Beteuerungen zur Entbürokratisierung der EU zum Trotz. Den größten Pessimismus zeigt wiederum Deutschland.

Mit welchen Maßnahmen auf welchen Feldern ließe sich der Europäische Binnenmarkt vollenden?
Die Unternehmen wählten aus den Antwortmöglichkeiten an erster Stelle vereinfachte und möglichst einheitliche Verwaltungsprozesse, an zweiter Stelle wettbewerbsfähige und besser verknüpfte Energiemärkte; letzteres ist vor allem für größere Unternehmen entscheidend.










